Spannend

Interessanter Blick in die Museumspläne

Interessanter Blick in die Museumspläne

Interessanter Blick in die Museumspläne

Ellen Blume
Lügumkloster/Løgumkloster
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Hauke Grella erzählte über die Ausbaupläne des Deutschen Museums in Sonderburg Foto: Karin Riggelsen

Der Leiter des Deutschen Museums in Sonderburg, Hauke Grella, wusste seine Zuhörer zu bannen, als er kürzlich beim Sozialdienst Lügumkloster über die Museumspläne berichtete

Anhand von zahlreichen Fotos erzählte der Leiter des Deutschen Museums, Hauke Grella, nicht nur über den Anbau, sondern auch über die gesamte Neugestaltung des Museums, das 2020 eröffnet werden soll. Der Zeitplan sieht gut aus, und man rechnet damit, kurz vor Weihnachten das Richtfest feiern zu können. Auf jeden Fall kann ein ganz wichtiger Wunsch erfüllt werden, nämlich genügend Platz für die vielen Ausstellungsstücke (6 – 8.000 an der Zahl!) zu bekommen.

Identität und Geschichte


Viele Ideen für ein ganz neues Museum liegen zugrunde und werden umgesetzt. Identität und Geschichte als Leitfaden der Ausstellungen über die deutsche Minderheit spielen eine wichtige Rolle. Wo liegt der Kern eurer Geschichte? Wie definiert ihr euch? Mit diesen Fragen hat sich der leitende Architekt der Gestaltungsfirma, die beauftragt ist, die Gegenstände modern und sachgemäß auszustellen, intensiv auseinandergesetzt. Im nächsten Jahr wird neben anderen Bereichen die Volksabstimmung mit Exponaten, wie die Wahlplakate im Mittelpunkt stehen.

Geschichte des Brauereigebäudes


Über die Geschichte des Altbaus, der bis 1976 für die Verwaltung und als Wohnhaus des Bierbrauers Peter Petersen genutzt wurde, wusste Hauke Grella Interessantes zu berichten, wie auch über den Finanzierungsplan des Projekts.
Ziel der Neugestaltung ist, die Geschichte Nordschleswigs mithilfe von Texten, aber mit modernen Mitteln zeitgemäß und transparent darzustellen. Man kann sich in die Geschichte durch Hören oder Sehen von Videos vertiefen. Durch die interessante Gestaltung des Abstimmungsraumes und des neuen Grenzverlaufes wird der Zuschauer in das Geschehen mit einbezogen und zum Nachdenken geführt. Die Schulgeschichte der deutschen Minderheit wird ebenfalls dargestellt. Der Blick wird auf spannende Art und Weise auch auf andere deutsche Minderheiten in Europa gelenkt. So kann der Zuschauer nicht nur lernen, sondern sich auch selbst wiederfinden oder sich die Frage stellen: Wo stehe ich?
Hauke Grella hat uns mit seinen Ausführungen gespannt und neugierig gemacht und mit Sicherheit werden die Klosteraner im Sommer einen Besuch im neuen Museum machen!

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