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Ab kommender Woche Grenze in Ruttebüll gesperrt

Ab kommender Woche Grenze in Ruttebüll gesperrt

Ab kommender Woche Grenze in Ruttebüll gesperrt

Ruttebüll/Rudbøl
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Die deutsch-dänische Grenze verläuft in Ruttebüll/Rosenkranz in der Straßenmitte. Der Straßenabschnitt wird ab Donnerstag, 28. November, mindestens bis zum 6. Dezember voll gesperrt, weil die Asphaltdecke erneuert wird. Foto: Volker Heesch

Nach einer Verzögerung wird im Zuge der Sanierung der Landesstraße auf deutscher Seite die Asphaltdecke der Landesstraße abgefräst. Fußgänger und Radfahrer können den Übergang weiter passieren.

Schon seit Tagen sind Bauarbeiter im Bereich der deutsch-dänischen Grenze in Ruttebüll/Rosenkranz im Einsatz, um die seit Jahren schadhafte Straße zu sanieren. In der kommenden Woche, voraussichtlich am Donnerstag, 28. November, muss der Grenzübergang ganz gesperrt werden, mindestens bis zum 6. Dezember. Der Beginn der Arbeiten hatte sich um mehrere Tage verzögert.

Nur Radfahrer und Fußgänger können den viel befahrenen Bereich weiter passieren. Die Sperrung ist erforderlich, weil im engen Grenzbereich die Fahrbahndecke abgefräst wird.

Grenze verläuft in der Straßenmitte

Betroffen ist der berühmte Abschnitt, wo die Grenzsteine in der Fahrbahnmitte liegen und die westliche Seite zu Dänemark gehört, während die östliche Seite deutsches Staatsgebiet ist. Der kuriose Grenzverlauf war 1920 ein Ergebnis der Korrekturen der Hoheitsgebiete, die eine internationale Kommission Monate nach den Volksabstimmungen veranlasst hatte.

Viele Touristen sehen sich die Grenzsteine an, die hoffentlich auch nach der Neuasphaltierung noch sichtbar sind. Die deutsche Straßenbaubehörde sorgt auch auf dänischer Seite der Straße für neuen Belag.

Aktuell Passage mit Einschränkungen möglich

In den vergangenen Tagen konnte der Grenzbereich noch passiert werden. Es wurde mithilfe einer Ampelanlage der Verkehr im Wechsel bei halbseitiger Sperrung am deutschen Grenzkrug vorbeigeleitet. Die Bautrupps haben bisher die Straßenränder neu befestigt. Es wurden neue Betonelemente verlegt.

Im Dorfbereich Rosenkranz, bis zur Grenzziehung 1920 bildete der Ort mit Ruttebüll eine gemeinsame Siedlung, haben Bauarbeiter bereits neue Betonelemente zwischen Straße und Radweg verlegt. Foto: Volker Heesch

Nach Auskunft der Bauarbeiter in Rosenkranz wird nach der Sanierung des Straßenabschnitts im Ortsbereich Rosenkranz auch die Landesstraße zwischen Rosenkranz-Fischerhäuser und Aventoft saniert. Der Abschnitt u. a. entlang des Ruttebüller Sees ist seit Jahren voller Schlaglöcher, die immer nur provisorisch ausgebessert worden sind. Dort wird es zu längeren Sperrungen kommen.

Während der Landesbetrieb Straßenbau in Schleswig-Holstein schon vor Tagen auf die bevorstehenden Sperrungen und Verkehrsbeschränkungen mit Infotafeln hingewiesen hat, fehlen auf dänischer Seite entsprechende Ausschilderungen. Wer die Grenze passieren will, kann auf die Übergänge Aventoft/Mühlenhaus oder Rodenäs/Sieltoft ausweichen. Der Grenzladen in Rosenkranz ist trotz der Bauarbeiten bisher noch erreichbar.

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