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Unfälle: Sommerzeit ist Motorradzeit

Unfälle: Sommerzeit ist Motorradzeit

Unfälle: Sommerzeit ist Motorradzeit

Kopenhagen
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Nach einer langen Winterpause müssen Motorradfahrer erstmal wieder in Fahrt kommen – auch in Bezug auf umsichtiges Verhalten. Foto: Lars Laursen / Biofoto / Ritzau Scanpix

Im Frühling und im Sommer steigen die Unfallzahlen mit Motorrädern. Eine Organisation gibt gute Ratschläge, wie diese verhindert werden können.

Mit den ersten Sonnenstrahlen werden auch die verstaubten Motorräder aus ihrem Winterschlaf geweckt. Und das hat auch in diesem Jahr wieder zu den ersten Unfällen mit Todesfolge geführt. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, welche Situationen für Motorradfahrer gefährlich werden können, erklärt die Verkehrsorganisation „Rådet for Sikker Trafik“ in einer Pressemitteilung.

Eine neue Analyse der Ermittlungskommission über 41 Motorradunfälle zeigt, dass insgesamt vier Unfall-Arten immer wieder vorkommen: In dreien davon ist ein Pkw am Unfallgeschehen beteiligt, während die letzte Unfall-Art als Solo-Unfall bezeichnet und kategorisiert wird, so die Organisation.

Unaufmerksamkeit und Fehleinschätzung

„Leider ist oft eine viel zu hohe Geschwindigkeit, gepaart mit Unaufmerksamkeit und Fehleinschätzung dafür verantwortlich, dass Autos und Motorräder zusammenstoßen. Insbesondere beim Linksabbiegen eines Autos werden Motorradfahrer öfter übersehen“, so Jeppe Gudmandsen, Sikker-Trafik-Pressesprecher. Deshalb sei es ihm zufolge wichtig, dass Motorradfahrer sich mit Warnwesten und dergleichen ausstatten.

Die erste Fahrt des Jahres ist für den einen oder anderen Motorradfahrer etwas ganz Besonderes. Doch gerade bei der ersten Fahrt kann das Fahrvermögen nach einer langen Winterpause noch ein wenig eingerostet sein, erklärt die Vorsitzende des Landesverbandes der Motorradfahrer MCTC, Lene Michelsen. „Das Motorradfahren ist fantastisch. Aber wir Fahrer sind nun mal mehr gefährdet. Deshalb fordern wir Autofahrer und Motorradfahrer dazu auf, im Straßenverkehr aufeinander zu achten“, so die Vorsitzende.

Polizei achtet auf Geschwindigkeitsüberschreitungen

Die dänische Reichspolizei achtet beim Frühlingsanfang auch verstärkt auf Motorradfahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Bislang zeigen neue Statistiken der Polizei, dass sich die Zahl der getöteten Motorradfahrer von 11 im Jahre 2017 auf 23 im vergangenen Jahr verdoppelt hat.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass viele Motorradfahrer aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit in Unfälle verwickelt werden und daran sterben“, so Christian Bertelsen vom nationalen Verkehrszentrum der Polizei.

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