Formel 1

Magnussen spürt Verbesserungen

Magnussen spürt Verbesserungen

Magnussen spürt Verbesserungen

jki/dpa
Spielberg
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Kevin Magnussen kämpfte vergeblich um WM-Punkte. Foto: Pool/Reuters/Ritzau Scanpix

Kevin Magnussen wartet auch nach dem ersten Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft auf seine ersten Punkte. Lewis Hamilton konnte in Österreich vor Valtteri Bottas gewinnen.

Mit einem zwölften Platz musste sich Kevin Magnussen beim Großen Preis der Steiermark begnügen. Auf der gleichen Rennstrecke wie beim Saisondebüt vor einer Woche in Österreich gab es trotz der fehlenden WM-Punkte Fortschritte zu verzeichnen.

„Die Balance und die Reifen waren gut. Das war wieder ein Zeichen dafür, was sich seit dem vergangenen Jahr geändert hat. Wir konnten lange auf dem ersten Satz Reifen fahren, und haben auch auf dem zweiten das Tempo halten können. Das Renntempo war gut“, sagte Kevin Magnussen zu TV3+.

Magnussen ging vom 15. Startplatz aus ins Rennen und konnte sich nach einem guten Start auf den zwölften Rang vorarbeiten, bevor er nach einem Zusammenprall der beiden Ferraris getroffen wurde.

„Ich weiß nicht, wie groß der Schaden auf der linken Seite des Autos war. Das Auto lief ganz okay, aber es ist klar, dass es durch den Schaden nicht besser wird“, so Magnussen, der nach der Kollision zurückfiel, aber gegen Ende des Rennens wieder nach oben kletterte.

Lewis Hamilton siegt souverän

Eine Woche nach dem peinlichen Aus von Sebastian Vettel beim Saisonauftakt der Formel 1 in Spielberg hat sich Ferrari die nächste Peinlichkeit geleistet – diesmal flogen beide Roten raus. Lewis Hamilton siegte im Stil eines Weltmeisters.

Hamilton im Mercedes war nach seiner Bestrafung am vergangenen Sonntag und dem dadurch verpassten Podium mit höchster Konzentration in diesen Großen Preis der Steiermark gegangen. Schon das Qualifying hatte er beherrscht, und im Rennen blieb er 71 Runden lang komplett fehlerlos.

So langweilig der Kampf um die Spitze war - so spannend ging es um Rang zwei zu. Bis fünf Runden vor dem Ende hatte der Niederländer Max Verstappen im Red Bull den zweiten Rang sicher, doch im Endspurt zog Auftaktsieger Valtteri Bottas im zweiten schwarz lackierten Silberpfeil noch vorbei.

Für Ferrari gab hingegen einen Totalschaden in Spielberg: Sebastian Vettel wurde nach seinem vermasselten Qualifying und einem schwachen Start von Teamkollege Charles Leclerc abgeräumt und musste mit einem kaputten Heckflügel das Rennen aufgeben. Kurz danach war auch das Rennen für Leclerc zu Ende.

„Drei Autos in der Ecke gehen nicht"

„Ich weiß nicht, welche Lücke Charles gesehen hat", sagte Vettel anschließend um Fassung ringend: "Ich hatte keinen Platz, woanders hinzufahren. Drei Autos in der Ecke gehen nicht." Vettel weiter: "Ich kann mich nicht an ein so kurzes Rennen erinnern. Es ist schade. Wir wollten etwas zeigen, ich dachte, dass das Auto besser ist als letzte Woche. Aber diese Antwort werden wir jetzt nicht bekommen."

Immerhin: Leclerc wollte nichts beschönigen und entschuldigte sich noch während des Rennens: "Die Situation war mein Fehler, Seb hat da nichts falsch gemacht", sagte Leclerc: „Ich bin schon ins Risiko gegangen, weil ich wusste: Es musste in der ersten Runde etwas Besonderes passieren, damit hier etwas gehen kann. Jetzt sind beide Autos draußen, und ich bin schuld."

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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