FUSSBALL

Dänemark will auch 2021 EM-Ausrichter sein

Dänemark will auch 2021 EM-Ausrichter sein

Dänemark will auch 2021 EM-Ausrichter sein

Ritzau/hdj
Kopenhagen
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Der DBU-Vorsitzende Jesper Møller freut sich auf die EM, sieht aber auch große Herausforderungen auf sich zukommen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Der dänische Fußballverband DBU hat der UEFA mitgeteilt, dass Kopenhagen trotz der Verlegung der EM ins Jahr 2021 Gastgeber sein möchte. Doch einfach wird das nicht, glaubt der Vorsitzende Jesper Møller.

Dänemark möchte weiterhin Mitausrichter der Fußball-Europameisterschaft sein, obwohl das Turnier ins Jahr 2021 verschoben wurde. Dies teilte der dänische Sportverband am Freitagnachmittag offiziell dem europäischen Fußballverband UEFA mit.

Somit deutet alles darauf hin, dass im kommenden Jahr EM-Spiele in Kopenhagen ausgetragen werden.

Schwierige Verlegung

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Turnier am 17. März um ein Jahr verschoben. In der Folge war unklar, ob die UEFA an zwölf Gastgeberstädten festhalten würde und ob es für Kopenhagen organisatorisch möglich ist, die Veranstaltung im Sommer 2021 durchzuführen.

Nach einer Reihe virtueller Meetings sind sich die Hauptakteure DBU, Sport Event Danmark, die Stadt Kopenhagen sowie die Stadiongesellschaft hinter dem Nationalstadion „Parken“ darüber einig geworden, dass man das Vorhaben weiterhin umsetzen möchte.

Alle müssen mitspielen

Doch es bleiben viele Herausforderungen und Fragezeichen. Der Vorsitzende des dänischen Fußballverbandes, Jesper Møller, macht sich Sorgen, ob alle Zahnräder ineinandergreifen werden.

„Es ist eine historische Gelegenheit, die Europameisterschaft nach Dänemark zu holen und hier in Kopenhagen vier Spiele auszutragen, sodass wir in ganz Dänemark ein riesiges Fußballfest feiern können“, sagte Jesper Møller in einer Pressemitteilung. „Wir sind beim DBU bereit dafür, die vier Spiele im Sommer 2021 auszutragen. Doch das können wir nicht ohne unbedingte und verbindliche Zusagen unserer Partner. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit, aber es ist noch ein weiter Weg. Ich bin mir erst sicher, wenn alles unterschrieben ist“, so der Vorsitzende.

Noch keine endgültige Bestätigung

Die Mitteilung an die UEFA ist nur der vorletzte Schritt auf dem Weg zur Gastgeberrolle bei der Europameisterschaft 2021.

Erst am 30. April müssen die dänischen Organisatoren eine verbindliche Zusage an die UEFA liefern. Diese beinhaltet eine lange Reihe an Erklärungen und Verbindlichkeiten an die UEFA.

„Eine so große Veranstaltung, die auf zwölf Städte verteilt ist, zu verschieben, ist alles andere als einfach, und es war harte Arbeit, eine gemeinsame Basis zu finden“, berichtet Bo Rygaard, der Vorsitzende von „Parken Sport & Entertainment“.

„Wir hoffen, dass jetzt alle Formalitäten in Ordnung sind, damit wir uns auf das große Volksfest freuen können, auf das wir uns schon so lange gefreut haben. In der Abmachung mit der UEFA stand von Anfang an drin, dass das Turnier eventuell verschoben werden kann. Aber es mussten natürlich trotzdem viele Gespräche geführt werden, damit wir sicher sein können, dass wir eine Verlegung leisten können“, so Bo Rygaard.

Zwei Großveranstaltungen in Kopenhagen

Der Oberbürgermeister von Kopenhagen, Frank Jensen, sieht das ähnlich.

„Jetzt wollen wir alle die Vorfreude auf eine große gemeinsame Feier genießen. Der Sommer 2021 wird ein großartiger Sportsommer, und Kopenhagen wird Gastgeber für ein riesiges Volksfest sein, wenn wir sowohl die Fußball-Europameisterschaft als auch die Tour de France beherbergen“, sagte Frank Jensen.

Am Ziel sei man mit den Vorbereitungen allerdings noch nicht.

„Zum Jubeln ist es noch zu früh. Alle Beteiligten müssen sich noch einmal ordentlich strecken und Flexibilität zeigen, wenn das alles klappen soll“, so der Oberbürgermeister.

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