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Dänemark muss nach vorne schauen

Dänemark muss nach vorne schauen

Dänemark muss nach vorne schauen

Ritzau/hdj
Herning
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Die dänischen Spielerinnen nehmen viel Schwung aus dem Sieg gegen Russland mit. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Schon fast zwei Jahrzehnte lang ist die norwegische Nationalmannschaft der Frauen der dänischen überlegen. Das soll sich jetzt ändern.

Seit 2002 hat es keinen Sieg in einem bedeutenden Handball-Länderspiel gegen Norwegen gegeben, und selbst in Testpartien sah Dänemark bis auf ein paar Ausnahmen alt aus.

Viele positive Erinnerungen gibt es an die Partien nicht und auch in diesem Jahr wirkt das norwegische Team ungeheuer stark. Mit durchschnittlich mehr als elf Toren Unterschied haben die Norweginnerinnen bisher sämtliche Spiele bei der Europameisterschaft gewonnen. Trotzdem schätzen die dänischen Spielerinnen ihre Chancen für den Finaleinzug nicht als unrealistisch ein.

„Mental sind wir gerade sehr gut drauf, und das Selbstbewusstsein, das wir aus der Partie gegen Russland mitgenommen haben, ist enorm“, sagt Mie Højlund. „Ich glaube, Norwegen ist eine Mannschaft, gegen die wir eine Chance haben. Wir müssen uns einfach konzentrieren und an unser Konzept halten wie schon gegen Russland. Dann ist das keine unmögliche Aufgabe.“

Niederlage auf Niederlage

Im Oktober musste sich Dänemark in der Golden League gegen Norwegen mit 21:28 geschlagen geben. Im November gab es zwei Freundschaftsspiele zwischen den beiden Nationen; die Ergebnisse waren nicht ganz so deutlich, aber auch hier gewannen die Norwegerinnen. Doch auf diesen Lorbeeren werden sich die Gegnerinnen am Freitag nicht ausruhen können, meint Dänemarks Trainer Jesper Jensen.

„Ich finde, wir hatten sie gut im Griff – besonders im jüngsten Testspiel, in dem wir richtig gut gespielt haben. Ich denke schon, dass Norwegen etwas Furcht vor Dänemark haben könnte“, so Jesper Jensen.

Nie dagewesene Stabilität

Es ist eine Weile her, dass Dänemark zuletzt in einem wichtigen Spiel gegen Norwegen gewinnen konnte, und in der jüngsten Vergangenheit haben die Norwegerinnen meistens das höhere Niveau gezeigt. Der Abstand ist laut den dänischen Spielerinnen aber kleiner geworden, seitdem Jesper Jensen im März 2020 das Team übernommen hat.

„Seit der Europameisterschaft 2016 haben wir keine solche Stabilität gehabt, wie wir sie hier gezeigt haben. Es gab nur ganz wenige Ausfälle. Also, wenn die Voraussetzungen jetzt nicht gut sind, dann weiß ich nicht, wann sie es werden sollen“, sagt die Kreisläuferin Kathrine Heindahl. „Ich finde, wir sind ganz woanders, als die Male zuvor.“

Das Halbfinale zwischen Dänemark und Norwegen findet am Freitag ab 20.30 Uhr statt.

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