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TM Tønder will die Leichtigkeit wiederfinden

TM Tønder will die Leichtigkeit wiederfinden

TM Tønder will die Leichtigkeit wiederfinden

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Tondern/Tønder
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Michael Wollesen (r.) stand als Co-Trainer sowohl an Torben Sørensens als auch an Jan Paulsens Seite. Am Sonntag gibt er sein Debüt als Cheftrainer. Foto: Friedrich Hartung

Am Sonntag steht für Michael Wollesen das erste Pflichtspiel als Cheftrainer an. Für ihn ist der Wohlfühlfaktor entscheidend im Abstiegskampf.

Wenn TM Tønder am Sonntag zum ersten Spiel nach der Winterpause bei Ajax København antritt, wird ein neues Trainergespann an der Seitenlinie stehen. Mit Michael Wollesen kommt einer zurück, der nie weg war. Der 38-Jährige hat fast sein komplettes Leben in dem Verein verbracht – ganz einfach war die Entscheidung für den Cheftrainerposten trotzdem nicht.

„Ich musste schon ein paar Tage über die Entscheidung nachdenken. Nicht wegen der Stelle, sondern wegen des Zeitpunktes. Ich war mir erst nicht sicher, ob es der richtige ist. Ich habe drei kleine Kinder und einen Job, da ist die freie Zeit begrenzt. Aber ich habe mich mit meiner Familie besprochen, und mit dem Verein wurden alle praktischen Dinge geklärt“, sagt Michael Wollesen, der sowohl unter Torben Sørensen als auch anfangs unter Jan Paulsen als Co-Trainer gearbeitet hat.

Alte Weggefährten an der Seite

Auf Paulsens Wunsch hin wurde die Stelle abgeschafft, der neue Cheftrainer hat sie wieder eingeführt und sich einen alten Weggefährten ins Boot geholt.

„Lars Hemmsen und ich haben früher bereits zusammengespielt, und er war mein Co-Trainer, als ich die U19 betreut habe. Wir kennen uns sehr gut, und er bringt große defensive Kompetenzen mit. Langfristig wollen wir natürlich auch Spieler aus der U19 an die erste Mannschaft heranführen“, so der neue Chefcoach.

Für den Anfang wird er jedoch mit den Spielern aus der Hinserie auskommen müssen. In den ersten Trainingseinheiten habe er einen guten Eindruck vom Kader bekommen – die Kündigung Paulsens sei allerdings nicht spurlos an den Spielern vorübergegangen.

„Es war eine turbulente Zeit für uns alle. Das war schon so, als Torben Sørensen gefeuert wurde. Das nimmt einen auf irgendeine Art immer mit. Innerhalb des Teams gab es sehr unterschiedliche Meinungen über die Entscheidung – überrascht waren alle. Für mich geht es in erster Linie darum, dass sich die Spieler wohlfühlen bei dem, was sie tun. Das ist wie an allen anderen Arbeitsplätzen auch. Die Tätigkeit muss für die Spieler einen Sinn ergeben. Ich habe mit allen gesprochen und werde die Spieler in Zukunft mehr in taktische Entscheidungen einbinden“, so Wollesen.

Eine neue Lockerheit

Ein hoher Wohlfühlfaktor als Mittel im Abstiegskampf – Wollesen hofft, dass sich eine neue Lockerheit breitmacht und sich das Team so aus dem Tabellenkeller befreien kann. Trotz der kritischen Tabellenplatzierung sei in der Hinrunde nicht alles schlecht gewesen, betont der neue Cheftrainer.

„Unser erstes Ziel ist natürlich, die direkten Abstiegsplätze zu verlassen. Wenn das geschafft ist, können wir nach oben schauen. Ich sehe da durchaus großes Potenzial. Wir haben zwar erst acht Punkte, aber es waren oft sehr knappe Spiele. Wir hätten jetzt auch mit 14 Punkten dastehen können. Es ging oft um Kleinigkeiten, und das wendet sich hoffentlich in der zweiten Saisonhälfte“, erklärt Michael Wollesen.

Am Sonntag wird es erste Indizien dafür geben, ob TM Tønder mit dem neuen Mann am Steuer die richtige Richtung eingeschlagen hat. Das Hinspiel ging mit 19:23 verloren.

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