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TM Tønder feuert Jan Paulsen

TM Tønder feuert Jan Paulsen

TM Tønder feuert Jan Paulsen

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Tondern/Tønder
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Jan Paulsen war seit November 2019 Trainer bei TM Tønder. Sein Vertrag sollte bis Sommer 2022 laufen. Foto: Karin Riggelsen

Nach gut einem Jahr hat der Verein die Zusammenarbeit mit seinem Trainer mit sofortiger Wirkung beendet. Jan Paulsen sei nicht der Richtige für die zukünftige, sportliche Strategie, heißt es von TM Tønder.

Die Erstdivisionäre von TM Tønder haben sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainer Jan Paulsen getrennt. Dies schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

„Jan hat in der vergangenen Saison neue Maßstäbe gesetzt, als wir sehr nahe am Abstieg waren“, heißt es von Direktor Kim Wittenkamp. „Wir müssen aber auch sagen, dass wir uns über die sportliche Strategie des Vereines nicht mehr einig sind“, so der Direktor.

Jan Paulsen wurde im November 2019 eingestellt, als dem damaligen Cheftrainer Torben Sørensen gekündigt wurde. Er rettete den Klub vor dem drohenden Abstieg, doch in der laufenden Saison gab es erneut einen Fehlstart. Nach zwölf Spielen stehen erst acht Punkte auf TM Tønders Konto.

Die Entscheidung gegen Jan Paulsen sei jedoch ausschließlich strategischer Natur, betont Kim Wittenkamp gegenüber dem „Nordschleswiger“.

„Unser Saisonziel ist ein Platz im Mittelfeld und davon sind wir gar nicht so weit entfernt. Hätten wir zu diesem Zeitpunkt 14 Punkte gehabt, hätten wir die Diskussion womöglich trotzdem geführt. Wir sind ein Verein, der Talente entwickelt. Das ist unser roter Faden von der U19 über die 3. Division bis zur 1. Division, und der ist uns sehr wichtig. Wenn man sich in der Liga umschaut, wimmelt es von Spielern, die bei uns ausgebildet worden sind. Wir setzen auf die Jugend und das passte nicht zu der Art, wie Jan Paulsen spielen lässt“, so der Direktor.

Für den Rest der Saison wird Michael Wollesen den Posten als Cheftrainer übernehmen. In der vergangenen Spielzeit war er sowohl unter Torben Sørensen als auch unter Jan Paulsen als Co-Trainer beschäftigt. Im Sommer hatte er eine neu geschaffene Stelle als Entwicklungs- und Talentchef angetreten, da Jan Paulsen alleine für die Mannschaft verantwortlich sein wollte.

„Letztendlich haben viele Kleinigkeiten das Fass zum Überlaufen gebracht. Er ist bestimmt kein schlechter Trainer und wir brauchten ihn sehr, als er bei uns angefangen hat. Aber er lässt nun einmal sehr schmal spielen, sodass unsere jungen Talente nicht zum Zug kommen. Die Gedanken haben schon länger in unseren Köpfen kursiert, und wir sind froh, dass jetzt eine Entscheidung getroffen worden ist. Es hat einfach nicht gepasst“, sagt Kim Wittenkamp.

Jan Paulsen stand für einen Kommentar nicht zur Verfügung.

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