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SønderjyskE holt die Revanche gegen KIF

SønderjyskE holt die Revanche gegen KIF

SønderjyskE holt die Revanche gegen KIF

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Sonderburg/Sønderborg
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Durch den Sieg konnte SønderjyskE an KIF in der Tabelle vorbeiziehen. Foto: Friedrich Hartung

In einem sehr ausgeglichenen Spiel konnte sich SønderjyskE mit 29:26 im Derby durchsetzen.

Wenn zwei punktgleiche Mannschaften aus dem Mittelfeld der Tabelle gegeneinander antreten, entscheiden in der Regel Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Beim 29:26-Sieg von SønderjyskE gegen KIF Kolding war ein Torwartwechsel zehn Minuten vor Schluss entscheidend.

„Ich finde, es ist ein wahnsinnig beeindruckender Arbeitssieg. Wir haben die ganze Zeit daran geglaubt und daran gearbeitet, zurück ins Spiel zu kommen. Am Ende kommt P. (Kristian Dahl Pedersen, Red.) rein und rettet uns mit seinen ganzen Paraden“, sagte Trainer Jan Pytlick nach dem Spiel zum „Nordschleswiger“.

KIF Kolding versuchte sich anfangs im normalen Aufbauspiel und scheiterte oft am dichten Abwehrblock von SønderjyskE. Auf der anderen Seite war es ähnlich und so fielen in den ersten sieben Minuten nur vier Tore.

Nach einer ausgeglichenen und fair geführten Anfangsphase stand es 2:2.

Derbystimmung herrschte noch nicht in der menschenleeren Halle in Sonderburg. Am häufigsten wurde die Stille durch die ständigen Beschwerden des Kolding-Trainers durchbrochen.

Als sich KIF anschließend im 7-gegen-6 versuchte, kam Schwung ins Spiel. Die Abwehr und Torhüter Josip Cavar konnten sich mehrfach auszeichnen und SønderjyskE konterte sich zu einer 8:5-Führung. Bis dahin hatte das Team von Trainer Jan Pytlick die Partie sehr gut im Griff, doch plötzlich verlor SønderjyskE die Kontrolle.

Frederik Ladefoged setzt sich am Kreis durch. Foto: Friedrich Hartung

Erinnerungen ans Hinspiel

Nach einer schwachen Phase mit vielen Fehlern und missglückten Abschlüssen lag SønderjyskE plötzlich mit 9:12 hinten, und Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, bei dem SønderjyskE in der ersten Hälfte eine Führung aus der Hand gab und mit einem 5-Tore-Rückstand in die Pause ging. Ganz so schlimm kam es dieses Mal nicht; die Hellblauen erholten sich etwas und gingen mit einem 16:18 zur Pause.

„Drei bis vier Minuten lang haben wir etwas schlechte Abschlüsse, und Kolding wirft einen Haufen Kontertore. Sie gewinnen die Periode mit 7:1, weil unsere Abschlüsse nicht qualifiziert sind. Wir hatten vorher so viel darüber gesprochen, dass wir ihnen nicht diese Möglichkeiten geben dürfen. Und tun genau das“, sagt Jan Pytlick.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte fiel SønderjyskE allerdings nichts ein, um an KIF heranzukommen. Die Versuche aus dem Rückraum wirkten nicht immer wohlüberlegt, und es war klar, dass etwas Besonderes passieren muss, um als Sieger vom Feld zu gehen.

„Als es 16:20 gegen uns gestanden hat, wurde es etwas kriminell. Da waren wir unter einem ungeheuren Druck. Aber wir haben weitergemacht und uns zurückgearbeitet. Im Hinspiel haben wir uns von einer solchen Phase nicht erholt, aber die Mannschaft hat mittlerweile einen anderen Ausdruck. Wir kennen uns besser und spielen besser zusammen“, so der Trainer.

Noah Gaudin brachte mehr Schwung ins Spiel. Foto: Friedrich Hartung

Aufholjagd und Geniestreich

Die Angriffe wurden langsam besser und SønderjyskE kämpfte sich heran. Zehn Minuten vor dem Ende fiel der Ausgleich zum 24:24 und Jan Pytlick wechselte seinen Stammkeeper aus.

Für Josip Cavar, der solide gehalten halte, kam Kristian Dahl Pedersen auf das Feld – und entschied die Partie. Er hielt einen Ball nach dem anderen, und Kolding konnte in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Tore machen.

„Mitte der zweiten Halbzeit hatte Josip ein paar unglückliche Aktionen und dann dachten wir, dass wir Kristian mal ausprobieren sollten – zum Glück. Es war riskant, aber es hat funktioniert“, sagte ein zufriedener Jan Pytlick.

Kleinigkeiten entscheiden enge Spiele – heute war es ein überraschender Torwartwechsel.

SønderjyskE - KIF Kolding (16:18) 29:26

SønderjyskE: Josip Cavar, Kristian Dahl Pedersen – Thomas Mogensen (2), Sveinn Johannsson, Jon Lindenchrone Andersen (6), Oliver Eggert (1), Nikolai Vinther, Frederik Ladefoged (2), Morten Bjørnshauge (2), Mikkel Hansen, Marcus Dahlin (2), Kristian Jakobsen Stranden (2), Alec Smit (1), Noah Gaudin (4), Tobias Møller (7/2), Malthe Damgaard.

KIF Kolding: Águst Elí Bjôrgvinsson, Tim Winkler – Alexander Morsten (2), Simon Lindved, Kristoffer Vestergaard, Andreas Flodman (5), Vetle Rønningen (2), Chris Jørgensen (2), Jens Svane Peschardt, Andreas Væver (6/2), Benjamin Pedersen (3), Thomas Boilesen (2), Nicolai Weber, Peter Balling (4), Troels Jørgensen.

Zeitstrafen 2:2, Siebenmeter 2:4, Schiedsrichter: Kalle Thygesen/Jacob Jæger Pagh, Zuschauer: 0.

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