HANDBALL

SønderjyskE braucht noch Zeit

SønderjyskE braucht noch Zeit

SønderjyskE braucht noch Zeit

Apenrade/Aabenraa
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Neuzugang Clara Skyum Thomsen erzielte sechs Treffer bei ihrem Debüt. Foto: Karin Riggelsen

Die Handballerinnen von SønderjyskE sind durch eine 25:26-Niederlage im Pokal gegen EH Aalborg ausgeschieden. Kämpferisch war die Leistung gut, spielerisch ist noch Luft nach oben.

Im Pokalspiel gegen die Ligaabsteigerinnen von EH Aalborg haben die Handballerinnen von SønderjyskE am Dienstagabend mit 25:26 verloren.

Bei zehn Neuzugängen muss natürlich noch einiges zusammenwachsen, bevor die Saison losgeht. Kämpferisch bot das Team nach einer schwachen Anfangsphase allerdings eine ansprechende Leistung.

„Die ersten zehn Minuten waren fürchterlich. Wir kämpfen uns gut zurück, aber lassen dann wieder nach. Am Ende führen wir, und schmeißen es wieder weg. Uns fehlen da ganz klar noch ein paar Wochen der Vorbereitung. Am Donnerstag trainieren wir wieder und dann sehen wir weiter, sagte Trainer Peter Nielsen nach dem Spiel.

Es war ein nervöser Neubeginn, geprägt von technischen Fehlern und defensiver Machtlosigkeit gegen ein motiviertes Team aus Aalborg. Nach 11 Minuten lag SønderjyskE mit 1:7 zurück und aus dem Debüt drohte ein Debakel zu werden

Trainer Peter Nielsen nahm einen Timeout und löste die kollektive Schockstarre. SønderjyskE kämpfte sich in die Partie und kam gegen die körperlich überlegene Mannschaft aus Aalborg immer näher ran. Am Ende der ersten Halbzeit trennten die Teams beim Stande von 12:14 nur zwei Tore. Und genauso eng ging es in der zweiten Hälfte zu.

SønderjyskE ließ sich nie abschütteln, glich acht Minuten vor dem Ende erstmals aus und ging kurz darauf in Führung. 45 Minuten hatte SønderjyskEs Aufholjagd gedauert – fünf waren noch zu spielen. Am Ende reichte es nicht, und EH Aalborg gewann letztlich nicht unverdient – schließlich hatte das Team gute 58 Minuten lang geführt.

Die Leistung macht aber Mut und Lust auf mehr. Vier der Neuzugänge waren im Pokalspiel nicht dabei und SønderjyskE musste ohne nominellen Rechtsaußen auskommen.

Auf dem Flügel kam am Dienstagabend die 18-jährige Jugendspielerin Mia Mols zum Einsatz. Die Rechtshänderin spielte unbekümmert und warf vier Tore aus teils unmöglichen Winkeln, aber darauf wird man sich nicht immer verlassen können.

Potenzial ist definitiv vorhanden: An der Dynamik einer Rebecca Sønderskov und der Wurfgewalt von Clara Skyum Thomsen wird das Publikum in der Arena Aabenraa noch seine Freude haben. Und bis zum Ligastart am 6. September ist noch viel Zeit für den Feinschliff.

Die Tore für SønderjyskE warfen: Clara Skyum Thomsen (6), Mia Mols (4), Camilla Aastrup (4), Jackie Moreno (3), Sofie Schelde-Rasmussen (2), Alberte Kristensen (2), Eline Osland (2) und Rebecca Sønderskov (2).

Camilla Aastrup ist eine der wenigen verbliebenen Spielerinnen aus dem Vorjahr. Foto: Karin Riggelsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Es bleibt sitzen“