Handball

Landin als Vorbild

Landin als Vorbild

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nlm
Sonderburg/Sønderborg
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Josip Cavar will bei den Liga-Handballern von SønderjyskE die neue Nummer eins im Tor sein. Foto: Scanpix

Die Neuverpflichtung der SønderjyskE-Handballer, Torhüter Josip Cavar, setzt sich hohe Ziele. Der 25-Jährige möchte in die Champions League und träumt von der schwedischen A-Nationalmannschaft. Zunächst einmal will Cavar aber die neue erste Wahl zwischen den Pfosten von SønderjyskE sein.

Einen freundlichen, zurückhaltenden und fast ein wenig schüchternen Eindruck machte Josip Cavar im Interview mit dem „Nordschleswiger“ nach dem Trainingsauftakt zur neuen Saison bei den Liga-Handballern von SønderjyskE. Auf seine handballerischen Ziele und Träume angesprochen, werden bei dem SønderjyskE-Neuzugang jedoch augenblicklich ein großes Selbstvertrauen und jede Menge Ehrgeiz deutlich.

Cavar spielte zuletzt für den schwedischen Erstliga-Verein Lugi HF, wo er sein Potenzial bereits unter Beweis stellte, wodurch er einen Platz in der schwedischen B-Nationalmannschaft eroberte. Durch den Wechsel zu SønderjyskE erhofft sich das Torhütertalent, seinen hohen handballerischen Zielen einen Schritt näher zu kommen. SønderjyskE könnte für den 25-Jährigen diesbezüglich als Sprungbrett dienen, denn Cavar hat das Ziel vor Augen, eines Tages in der Königsklasse anzutreten.

„Ich möchte in die Champions League. Vorerst hoffe ich darüber hinaus, weiterhin Bestandteil des B-Nationalteams zu bleiben, ehe ich hoffentlich den Schritt in den A-Kader schaffe. Momentan ist Schweden da sehr stark besetzt, also warte ich auf meine Zeit. Für diese Saison bei SønderjyskE ist es erst einmal mein Ziel, mir den Platz im Tor zu verdienen. Noch haben wir nicht erfahren, wer von uns die erste Wahl auf der Torhüter-Position sein wird. Ich werde alles geben, und der Bessere wird gewinnen“, sagt Cavar, der als Ersatz für Thorsten Fries zu SønderjyskE gewechselt ist. Bei den Hellblauen wird der Schwede gemeinsam mit Kristian Dahl Pedersen um Spielzeit zwischen den Pfosten kämpfen, während der 19-jährige Simon Egtved als dritter Torhüter an den Profi-Kader herangeführt wird.

„Ich lebe schon seit einer Woche in Sonderburg, aber habe nur darauf hingefiebert, dass die Trainingseinheiten endlich beginnen, denn ich sitze ungern auf dem Hintern. Mein erster Eindruck von der Stadt und der Mannschaft ist sehr positiv. Die dänische Liga ist stärker als die schwedische, was man daran erkennt, dass in Dänemark weniger Eigengewächse in den Vereinen spielen und auf dem Handballfeld körperlich mehr zur Sache gegangen wird“, meint Cavar.

Um sich spielerisch weiterzuentwickeln, schaut sich der schwedische Keeper häufig etwas bei den aktuellen Spitzentorhütern der Welt ab.

„Ich schaue sehr viel Champions League und Bundesliga-Handball im Fernsehen. Niklas Landin (THW Kiel) oder auch Arpad Sterbik (Telekom Veszprem) würde ich als meine größten Vorbilder bezeichnen. Ich selbst bin ein großgewachsener Torhüter, und meine Stärke ist es, die Wurfwinkel der Gegenspieler zu verkürzen. Bei anderen Torhütern kann ich mir aber auch noch viel abschauen, denn ich würde mich selbst niemals als kompletten Torhüter beschreiben“, so Cavar.

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