HANDBALL

Kein SønderjyskE-Feuerwerk zum Jahresabschluss

Kein SønderjyskE-Feuerwerk zum Jahresabschluss

Kein SønderjyskE-Feuerwerk zum Jahresabschluss

Sonderburg/Sønderborg
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Frederik Ladefoged konnte ebenso wenig ausrichten wie seine Mannschaftskollegen. Foto: Karin Riggelsen

Die Ligahandballer von SønderjyskE gehen mit einer ärgerlichen Heimniederlage gegen Nordsjælland Håndbold in die Winterpause. Besonders die mangelnde Chancenverwertung gab den Ausschlag.

Eine neue Trommel für den Anheizer, ein Weihnachtsmann auf dem Feld, Happy Hour in der Bar – die Verantwortlichen hatten viel getan, um am Sonnabend im „Skansen“ für Stimmung zu sorgen.

Die Handballer von SønderjyskE konnten das Publikum hingegen nicht mitreißen und mussten eine bittere 26:28-Niederlage gegen den Tabellenletzten einstecken.

„Wir haben heute wieder einmal sehen können, dass Torhüter Spiele entscheiden können und unsere Abschlüsse waren skandalös schlecht. Das versaut uns das Spiel. Wir erspielen uns eine Riesenchance nach der anderen und besonders am Anfang spielen die Abwehr ein ums andere Mal aus. Die Art und Weise wie wir dann die Chancen vergeben, war skandalös. So gewinnt man gegen keine Mannschaft in der Handballliga. Wir hätten heute gegen jedes Team verloren, denn wenn man solche Chancen nicht nutzt, dann kann man nicht gewinnen“, sagte der verärgerte Trainer Kasper Christensen nach dem Spiel.

Auch Aaron Mensing und Frederik Børm waren glücklos in ihren Abschlüssen. Foto: Karin Riggelsen

Schwierige Anfangsphase

Der Schwung aus dem überragenden Spiel gegen KIF Kolding war verflogen. Die Spieler kamen zu Abschlüssen, konnten diese aber nicht nutzen. Sie scheiterten immer wieder am Block oder am Torwart und nach zehn Minuten standen nur drei Tore zu Buche. Es hätten deutlich mehr sein müssen.

Nordsjælland Håndbold fehlte am Anfang allerdings die Qualität, daraus Kapital zu schlagen. Zudem war die Abwehr von SønderjyskE aufmerksam und machte den Angreifern der Gäste das Leben schwer.

Das Spiel plätscherte lange Zeit vor sich hin – vom 6:6 nach 16 Minuten bis zum 11:11 nach 25.

SønderjyskE ging mit einer 15:13-Führung in die Pause, doch konnte sich auch in der zweiten Hälfte nicht entscheidend absetzen. Nach 45 Minuten stand es wieder Unentschieden und es kam unnötige Spannung auf.

Oskar Sunnefeldt wurde Topscorer für SønderjyskE. Foto: Karin Riggelsen

Bittere Schlussphase

Nach 49 Minuten führte Nordsjælland Håndbold erstmals mit einem Tor. Sveinn Johansson scheiterte zweimal am Kreis und Nordsjælland Håndbold nutzte seine Chancen und gewann letztlich nicht unverdient mit 26:28.

Eine schmerzhafte Niederlage, die SønderjyskE im Kampf um die Top 8 wieder zurückwirft und aufgezeigt hat, dass die Mannschaft immer noch zu wenig Konstanz zeigt.

Kasper Christensen zeigt sich trotzdem mit dem Saisonverlauf zufrieden.

„Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt. Das Spiel heute war ein Fleck auf unserem Herbst, aber das ändert nichts daran, wie wir weiterarbeiten werden. Und es gab auch heute viele Dinge, die richtig gut funktioniert haben. Aber wenn das Endprodukt so schlecht ist, kann man in dieser Liga keine Spiele gewinnen“, so der Trainer.

Wer nach dem Spiel gegen KIF Kolding ein Feuerwerk zum Jahresabschluss erwartet hatte, wurde enttäuscht.

Arnar Birkir Halfdansson kam über Kurzeinsätze nicht hinaus. Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE – Nordsjælland Håndbold (15:13) 26:28

SønderjyskE: Josip Cavar, Kristian Dahl Pedersen – Rasmus Bertelsen, Sveinn Johansson (2), Jon Andersen (2), Oliver Nøddesbo Eggert (3), Frederik Børm (3), Oskar Sunnefeldt (7), Kasper Olsen, Lasse Hamann-Boeriths (1), Frederik Ladefoged, Steffan Kjær Høi, Alec Smit (3), Aaron Mensing (3), Mikkel Kjær Møller, Arnar Birkir Halfdansson (2).

Nordsjælland Håndbold: Frederik Andersson, Marcus Holmen – Tobias Jørgensen (3), Carl-Emil Haunstrup (2), Anders Agger (1), Benjamin Jørgensen, Daniel Pedersen, Mathias Møller (3/1), Andreas Nielsen, Frederik Iversen (3), Jesper Dahl (8), Fabian Sandven, Kasper Kisum (5), Tobias Rasmussen, Mathias Campbell (3).

Zeitstrafen: 3:1. Siebenmeter: 0:1. Schiedsrichter: Jacob Jæger Pagh, Kalle Thygesen. Zuschauer: 2.112.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die spinnen die Politiker“