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SønderjyskE mogelt sich ins Pokal-Viertelfinale

SønderjyskE mogelt sich ins Pokal-Viertelfinale

SønderjyskE mogelt sich ins Pokal-Viertelfinale

Hadersleben/Haderslev
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Rasmus Vinderslev war einer von sieben neuen Gesichtern in der SønderjyskE-Startelf. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Das Pokal-Achtelfinale machte deutlich, wieso SønderjyskE in der Superliga oben und Lyngby unten steht. Das Tabellenschlusslicht ließ zahlreiche Chancen ungenutzt und erhielt eine Lehrstunde in Sachen Effektivität.

Die SønderjyskE-Fußballer haben sich ins Pokal-Viertelfinale gemogelt. Der Titelverteidiger zeigte eine Stunde lang die mit Abstand schlechteste Saisonleistung, spielte zunächst ohne Herz und war vom Kopf her überhaupt nicht bei der Sache, doch mit einer Leistungssteigerung in der letzten Stunde konnte Superliga-Schlusslicht Lyngby Boldklub mit 2:1 nach Verlängerung in die Knie gezwungen werden.

Ein schmeichelhafter Sieg für die Hellblauen, denn der Tabellenletzte war mehr als eine Stunde lang die klar bessere Mannschaft, konnte aber aus den vielen Torchancen nur einmal Kapital schlagen.

Victor Torp erzielt das 0:1. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Glen Riddersholm hatte seine Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage in Brøndby auf sieben Positionen verändert, doch daran wird es wohl nicht gelegen haben, und auch nur bedingt am furchtbaren Rasen im Sydbank Park.

Der Gegner zeigte, dass man auch auf diesem Acker Fußball spielen kann. SønderjyskE legte dagegen ein Fehlpassfestival hin.

Lyngby dominierte das Geschehen, schlug aber erst nach einer Reihe von Einladungen des Gegners zu. Eine Unaufmerksamkeit von Pierre Kanstrup, der offensichtlich an seinen Schienbeinschonern rumfummelte, ermöglichte Victor Torp freien Lauf aufs SønderjyskE-Tor; und diese Chance ließ er sich nicht nehmen.

Das 0:1 nach einer halben Stunde war überfällig. Das Superliga-Schlusslicht hätte zu dem Zeitpunkt höher führen müssen, offenbarte wenige Minuten später jedoch, wieso man am Tabellenende steht. Ein krasser Fehlpass von Rasmus Thellufsen nutzte Haji Wright zum 1:1.

Der Spielverlauf war mit dem Ausgleich auf den Kopf gestellt. SønderjyskE fand auch durch den Ausgleich nicht ins Spiel. Lyngby war auch nach dem Seitenwechsel überlegen, nutzte aber seine vielen Torchancen nicht.

Haji Wright mit dem 1:1-Ausgleich. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Beim Tabellenschlusslicht schwanden immer mehr die Kräfte. Bei SønderjyskE kam nach fünf Auswechslungen in der zweiten Halbzeit mehr Energie und Power ins Spiel. Der Gastgeber übernahm das Kommando, kam aber erst in der Nachspielzeit zu seiner zweiten Torchance des gesamten Spiels. Johan Absalonsen traf aber aus kurzer Entfernung die Schulter von Emil Kornvig.

Es ging in die Verlängerung, die arm an Höhepunkten war. Ein Freistoß brachte die Entscheidung zugunsten der Gastgeber, als Stefan Gartenmann sich in den Ball warf und zum Matchwinner wurde.

Lyngby hätte ein besseres Schicksal verdient, muss sich aber mit einem Trostpreis begnügen: In der Halbzeitpause erklärte DR-Reporter Tobias Hansen unerwartet und unverständlich die Lyngby-Wurst zum Sieger im Duell gegen die Ringreiter-Wurst von Schlachter Vollstedt. Der Reporter scheint Vegetarier zu sein...!


SønderjyskE - Lyngby (1:1) 2:1 n.V.

0:1 Victor Torp (33.), 1:1 Haji Wright (40.), 2:1 Stefan Gartenmann (114.)

SønderjyskE: Nicolai Flø – Patrick Banggaard, Pierre Kanstrup (69.: Stefan Gartenmann), Philipp Schmiedl – Jeppe Simonsen, Rasmus Vinderslev (98.: Victor Mpindi), Emil Frederiksen (55.: Julius Eskesen), Johan Absalonsen – Rilwan Hassan (69.: Mads Albæk), Peter Buch Christiansen (69.: Anders K. Jacobsen), Haji Wright (55.: Marc Dal Hende).

Lyngby: Frederik Schram – Pascal Gregor, Kasper Enghardt, Kevin Tshiembe, Brian Hamalainen (46.: Jakob Vadstrup) – Christian „Greko“ Jakobsen (108.: Frederik Winther), Marcel Rømer, Rasmus Thellufsen (69.: Lauge Sandgrav) – Emil Nielsen (87.: Emil Kornvig), Victor Torp (61.: Mathias Hebo Rasmussen), Magnus Warming (69.: Jens Martin Gammelby).

Gelbe Karten: Johan Absalonsen – Jakob Vadstrup, Marcel Rømer.
Schiedsrichter: Jakob Kehlet.
Zuschauer: 300.

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