Fussball

„Das sind die schönsten Siege“

„Das sind die schönsten Siege“

„Das sind die schönsten Siege“

Randers
Zuletzt aktualisiert um:
Haji Wright jubelt nach seinem Siegtreffer. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Marc Dal Hende musste tief durchatmen, als er beim Platzverweis von Victor Mpindi einen Blick auf die Anzeigentafel warf.

„Mehr als eine Stunde in Unterzahl ist schon viel, aber in solchen Situationen rückt man oft enger zusammen und kämpft noch mehr. Zehn gegen elf ist manchmal gar nicht so schwierig zu spielen. Der Gegner muss gegen zwei tief stehenden Viererketten anrennen, und wir haben das hervorragend gelöst“, meint Marc Dal Hende nach dem 2:1-Erfolg der SønderjyskE-Fußballer in Randers zum „Nordschleswiger“.

Der Rückkehrer musste nach der roten Karte für Mpindi von der Außenbahn auf die Linksverteidiger-Position rücken.

„Wir haben Charakter gezeigt und den Sieg über die Zeit gebracht. Solche Siege sind so wichtig für die Siegermentalität, die bei uns immer ausgeprägter wird. Es ist kein Zufall, dass wir einen guten Saisonstart erwischt haben und momentan die engen Spiele zu unseren Gunsten kippen lassen“, so Dal Hende.

Aufopferungsvoller Kampf bei Marc Dal Hende und seinen Mannschaftskameraden in Randers. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

„Das war herausragend. Eine herausragende Leistung. Das sind die schönsten Siege, wenn man wirklich alles aus sich herausholen und alle Widerstände aus dem Weg räumen muss“, sagte Mads Albæk zum „Nordschleswiger“.

„Die Form ist bei allen Spielern gut. Wir wussten, dass wir bis zum Ende rennen mussten und haben bis zum Umfallen verteidigt. Wir sind phasenweise zu tief reingedrängt worden, aber ich denke, dass wir die Sache sehr gut gelöst haben“, so der Mittelfeldspieler, der nach dem Karriereende von Marc Pedersen und in Abwesenheit von Johan Absalonsen und Pierre Kanstrup die Kapitänsbinde trug: „Das ist fantastisch. Der beste Sieg in dieser Saison. Ein fantastisches Gefühl.“

Glen Riddersholm war voll des Lobes für die Moral seiner Mannen.

„Ich bin stolz, wie diese Mannschaft für den Sieg durchs Feuer geht. Ich spüre eine größere Reife in dieser Mannschaft und generell ein größeres Verständnis dafür, was für einen Sieg in der Superliga erforderlich ist. Und wir wissen, wie viel solch ein Erfolg für die Moral und für die Kultur in unserem Klub tut“, meint der SønderjyskE-Trainer.

Mads Albæk freute sich über die SønderjyskE-Defensive. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Riddersholm regte sich über den Platzverweis für Victor Mpindi fürchterlich auf und handelte sich auch eine gelbe Karte von Schiedsrichter Michael Tykgaard ein.

„Das war eine harte Entscheidung“, so der Trainer, der aber viel lieber darüber reden wollte, wie seine Mannschaft die Unterzahl löste: „Wir wussten, dass die Randers-Abwehr mit Haji ihre Herausforderungen haben würde. Er hätte sich auch fallen lassen können und einen Platzverweis herausholen können, aber er ist Stürmer. Er wollte lieber das Tor machen. Danach haben wir die Führung in einer vornehmen Art und Weise verteidigt. Es verleiht unserer Abwehr Ruhe, dass wir mit Haji Wright und AK vorne zwei starke Stürmer haben.“

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die Suche nach der Balance“