Eishockey

SønderjyskE zieht ins Halbfinale ein

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Rødovre
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Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben im Playoff-Viertelfinale den Kopf noch rechtzeitig aus der Schlinge gezogen und mit vier Siegen in Folge das Halbfinal-Ticket gebucht.

Aus einem 0:2-Rückstand gegen die Rødovre Mighty Bulls wurde ein 4:2-Erfolg für den Favoriten, der mit einem hart erkämpften 1:0-Sieg in Spiel sechs am Dienstagabend in Rødovre den Sack zumachte. Matchwinner war wie schon beim letzten Gastspiel in Rødovre Steffen Frank.

„Ich bin hoch erfreut, dass wir ins Halbfinale eingezogen sind. Wir lagen 0:2 hinten und Rødovre hatte alle Chancen dieser Welt, aber wir sind zurückgekommen und haben vier Spiele in Folge gewonnen. Ich bin mit der Leistung in Spiel sechs nicht zufrieden, aber ich bin sehr, sehr stolz auf das Team, wie es die Serie gedreht hat“, meint SønderjyskE-Trainer Mario Simioni: „Das Viertelfinale ist normalerweise die härteste Playoff-Serie zu gewinnen, nicht zuletzt für den Favoriten. Mental ist das eine schwere Aufgabe. Alle sind heiß, vor allem der Außenseiter, der es dem Favoriten zeigen will.“

Die Hellblauen dominierten die erste Hälfte des Anfangsdrittels und gingen durch Steffen Frank in Führung, doch die Gastgeber kämpften sich ins Spiel zurück und hatten im Mitteldrittel Oberwasser, ohne aber Patrick Galbraith im SønderjyskE-Tor überwinden zu können.

Die Gastgeber erhöhten im Schlussdrittel den Druck und konnten sich phasenweise im Drittel der Hellblauen festbeißen, auch weil die Gäste sich einige unnötige Hinausstellungen leisteten. SønderjyskE konnte aber den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

„Das war ein hartes Spiel. Wir sind durch ein schön herausgespieltes Tor in Führung gegangen, aber Rødovre hat nicht aufgesteckt und das ganze Spiel über gekämpft“, so Simioni: „Unsere Leistung hat ein wenig an die in Spiel eins erinnert. Wir haben in der gegnerischen Zone viele gute Dinge gemacht, aber in der neutralen und eigenen Zone schlechte Entscheidungen getroffen und viele Zweikämpfe an der Bande verloren. Wir können uns bei unserem Torwart bedanken, der sehr solide war und in den entscheidenden Situationen die Paraden gezeigt hat, die nötig waren.“

Der Gegner für die am Dienstag beginnenden Halbfinals wird erst am Freitag ermittelt, nachdem die Frederikshavn White Hawks gegen Esbjerg Energy ein siebtes und entscheidendes Spiel erzwangen. Rungsted Seier Capital kann sich als Sieger der regulären Saison den Gegner aussuchen. Die Wahl steht zwischen Titelverteidiger Aalborg Pirates und dem Sieger aus Frederikshavn/Esbjerg. SønderjyskE muss nehmen, was übrig bleibt.

„Es ist egal, gegen wen wir spielen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie spielen kann“, meint Mario Simioni.

„Wir haben unser Ziel erreicht, das Viertelfinale zu überstehen, aber es gibt keinen Grund zufrieden zu sein und sich zurückzulehnen“, sagt Sportchef Kim Lykkeskov, der sich mit der Steigerung seiner Mannschaft in der Viertelfinal-Serie zufrieden zeigte: „Beim ersten Spiel waren wir nicht anwesend, aber schon in Spiel zwei habe ich Takte gesehen, die mich zuversichtlich stimmten. Der Knoten ist geplatzt und wir haben vier Spiele in Folge gewonnen.“

Rødovre Mighty Bulls - SønderjyskE (0:1,0:0,0:0) 0:1

0:1 Steffen Frank (8:08/Ass.: Martin Eskildsen, Anders Førster).

Zeitstrafen: RMB 4x2 – SE 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Mads Frandsen/Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 1.692.

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