Eishockey

Simioni vermisst Feuer und Entschlossenheit

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
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Foto: Keld Navntoft/Ritzau Scanpix

Die Enttäuschung stand den Spielern und Verantwortlichen von SønderjyskE ins Gesicht geschrieben, nachdem sie auch das zweite Finalspiel um die dänische Meisterschaft verloren hatten.

„Wir stehen vor einem Hügel, den wir erklimmen müssen, nicht vor einem Berg. Wir müssen zusehen, dass wir aus dem Hügel keinen Berg machen“, meint SønderjyskE-Trainer Mario Simioni nach der 2:3-Heimniederlage gegen Rungsted Seier Capital.

„Ich sehe nicht das gleiche Feuer und auch nicht die gleiche Entschlossenheit wie beim Gegner und auch nicht, wie ich es in den beiden übrigen Playoff-Serien von unserem Team gesehen habe. Wir hatten in den ersten beiden Dritteln eines Playoff-Heimspiels acht Schüsse aufs Tor – nennst Du das Determination“, fragt der Italo-Kanadier: „Es hat den Anschein, dass einige Spieler allein schon mit dem Final-Einzug zufrieden sind und zurückgelehnt auf die Bilanz von vier Siegen aus fünf Spielen gegen Rungsted blicken. Die Spiele waren alle eng, und wir hatten dabei auch eine Portion Glück.“

Der SønderjyskE-Trainer ärgerte sich wie schon nach dem ersten Finalspiel über Fehler in der eigenen Zone.

„Wir haben drei leichte Tore hergeschenkt. Wenn wir in dieser Serie zurück wollen, dürfen wir in der eigenen Zone nicht mehr die Kontrolle aus der Hand geben“, so Simioni.

Steffen Frank wunderte sich über den blassen Auftritt der Hellblauen.

„Das war nicht sonderlich gut, was wir abgeliefert haben. Wir haben jetzt sieben Monate lang für dieses Finale gearbeitet und haben dann solch eine Leistung abgeliefert“, schüttelte der SønderjyskE-Stürmer den Kopf: „Rungsted steht hinten gut, aber wir müssen auch erwachsen genug sein, um dagegen eine Lösung zu finden. Wir haben Rungsted besser gemacht als sie sind.“

Die bittere Pille aus dem ersten Finalspiel, wo Rungsted aus einem 1:3-Rückstand einen 4:3-Sieg nach Verlängerung gemacht hatte, spielte seiner Ansicht nach im zweiten Duell keine Rolle.

„Ich weiß nicht, ob das bei einigen in den Hinterköpfen herumgespukt ist, ich selbst habe daran keinen Gedanken verschwendet. Ich bin mit neuer Energie und dem Glauben, dass wir es schaffen können, ins Spiel gegangen, aber wir haben es nichts aufs Eis bringen können“, meint Steffen Frank, der den 0:2-Rückstand nicht als unüberwindbares Hindernis sieht: „Wir haben gegen eine gute Rødovre-Mannschaft schon die Erfahrung gemacht, einen 0:2-Rückstand drehen zu können. Wir müssen von Spiel zu Spiel blicken und mit neuer Energie ins dritte Spiel gehen.“

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