Eishockey

Pokal-Zug ohne SønderjyskE abgefahren

Pokal-Zug ohne SønderjyskE abgefahren

Pokal-Zug ohne SønderjyskE abgefahren

Frederikshavn
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Foto: Karin Riggelsen

Das erste große Saisonziel ist verpasst. Das Pokal-Final-Four wird ohne die Eishockeyspieler von SønderjyskE stattfinden. Die Hellblauen versagten im „Endspiel“ um das letzte Ticket vor dem gegnerischen Tor.

Aalborg Pirates, Rungsted Seier Capital, Frederikshavn White Hawks und Herlev Eagles heißen die vier Vereine, die Ende Januar beim Final-Four-Turnier den dänischen Pokalsieger im Eishockey ermitteln werden. SønderjyskE hatte lange Zeit alle Karten in der Hand, hat aber mit drei Niederlagen innerhalb von einer Woche die Teilnahme in den Sand gesetzt.

Knackpunkt war das Heimspiel vor einer Woche gegen die Herlev Eagles, das nach einer 5:2-Führung noch mit 5:6 nach Verlängerung verloren wurde. Danach gab es für den dänischen Vizemeister eine 1:5-Schlappe bei Tabellenführer Aalborg Pirates und in einem echten „Endspiel“ um das letzte Ticket am Freitagabend eine 0:2-Niederlage gegen die Frederikshavn White Hawks.

„Das ist enttäuschend. Die Final-Four-Teilnahme war ein Teilziel von uns, und wir wären verdammt gerne dabei gewesen, aber es ist kein Weltuntergang“, meint SønderjyskE-Sportchef Kim Lykkeskov zum „Nordschleswiger“: „Wir gehen jetzt erst einmal in die Länderspiel-Pause, bekommen die Köpfe wieder frei und greifen dann die restlichen 32 Spiele der regulären Saison an. Es gibt überhaupt keinen Grund zur Panik. Man kann immer Punkte finden, die man irgendwo verschenkt hat, aber vieles hätte anders ausgesehen, wenn wir die 5:2-Führung gegen Herlev nicht vergeben hätten. Drei Punkte hier, und wir hätten jetzt über etwas anderes gesprochen. Wir werden jetzt in zwei Wochen versuchen, das Weiterkommen im Continental Cup zu schaffen. Das ist unser nächstes Teilziel.“

Die Frederikshavn White Hawks gingen nach vier Niederlagen in Folge völlig verunsichert in die Partie. Das kam auch in den ersten 20 Minuten zum Ausdruck, doch SønderjyskE konnte aus der optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Stattdessen nutzte Frederikshavn die erste Überzahl-Situation, um mit dem 1:0 den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Der Gegentreffer nur 19 Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel hinterließ bei den Hellblauen Spuren, und als die White Hawks auch ihr zweites Powerplay zum 2:0 nutzten, schien sich eine Vorentscheidung anzubahnen.

SønderjyskE hatte über 60 Minuten zahlreiche Torchancen und gewannen die Schussstatistik am Ende mit 35:26, bissen sich aber an Torwart Samuel Jukuri die Zähne aus. Der Finne war erst vor wenigen Tagen verpflichtet worden, weil Stammtorhüter Tadels Galansky verletzungsbedingt länger ausfällt.

„Wie so oft haben die Special Teams das Spiel entschieden. Der Gegner hat zwei Powerplay-Tore erzielt, wir keines“, so Kim Lykkeskov: „Wir haben streckenweise ganz gut gespielt, den Gegner eingeschnürt und hatten viele Schüsse aufs Tor, aber ob wir ganz dort rein kamen, wo es weh tut, weiß ich nicht.“

Frederikshavn White Hawks - SønderjyskE (1:0,1:0,0:0) 2:0

1:0 Christopher Frederiksen (19:41/5 gegen 4), 2:0 Mads Larsen (33:30/5 gegen 4).

Zeitstrafen: FWH 2x2 – SE 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Mads Frandsen/Thomas Buchardt Andersen. Zuschauer: 1.503.

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