Eishockey

„Eine Erlösung nach einer harten Saison“

„Eine Erlösung nach einer harten Saison“

„Eine Erlösung nach einer harten Saison“

Aalborg
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Jubel nach der Schlusssirene über den ersten Titelgewinn seit 2015. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Patrick Galbraith war vor wenigen Wochen noch ein Schatten seiner Selbst. Wie seine Vorderleute. Der langjährige Nationaltorwart hat sich aber wieder gefangen und war beim Pokal-Final-Four der Fels in der Brandung.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. In einer Saison, wo uns vieles nicht leicht gefallen ist und wir mit vielen Dingen zu kämpfen hatten, ist das eine Riesenerlösung. Eine Erlösung nach einer harten Saison“, sagt Patrick Galbraith nach dem 4:2-Sieg im Pokalfinale gegen Esbjerg Energy zum „Nordschleswiger“.

„Wir haben einen Dezember hinter uns, wo wir nichts gewinnen konnten, und hatten so viele Ausfälle zu beklagen. Das war alles hart für die Psyche. Jetzt hat an zwei Tagen alles geklappt, weil wir es wirklich wollten und wir an unseren Tugenden festgehalten haben. Alle haben sich ans Konzept gehalten. So haben wir nur wenige dieser Fehler gemacht, die für uns im bisherigen Saisonverlauf so teuer gewesen sind“, freut sich der 34-Jährige, der nach dem Gewinn der dänischen Meisterschaft 2009 für neun Jahre ins Ausland ging, bevor er im Sommer 2018 zu SønderjyskE zurückkehrte und nun in seiner dritten Saison den ersten nationalen Titelgewinn feiern konnte. Das gibt Lust auf mehr.

„Wir hatten über weite Strecken der Saison so viele Ausfälle, dass wir nicht wussten, wo wir stehen. Jetzt wissen wir, dass wir mit allen Mannschaften gleichauf spielen können. Das gibt uns sehr viel Selbstvertrauen für die Playoffs“, meint der langjährige Nationaltorwart.

Patrick Galbraith und Mario Simioni hatten nach vielen Tiefschlägen in der laufenden Saison endlich Grund zur Freude. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Auch sein Trainer blick nach dem Pokalsieg zuversichtlicher in Richtung Playoffs um die dänische Meisterschaft, die Mitte März beginnen.

„Wir hatten die gesamte Saison über unsere Probleme, aber die Jungs haben mittlerweile verstanden, was erforderlich ist, um zu gewinnen“, sagt Mario Simioni zum „Nordschleswiger“: „Da wirft sich Mikkel Jensen in einen Schlagschuss und klärt eine gefährliche Situation. Vom jüngsten Spieler bis zum Torwart, alle haben zum Sieg beigetragen. Dieser Pokalsieg ist auch mit Hinblick auf die Playoffs von großer Bedeutung. Wir sind sowohl im Halbfinale als auch im Finale mit einem 2:2 ins Schlussdrittel gegangen, haben die Ruhe und Abgeklärtheit bewahren können und einen Weg gefunden, die Spiele zu gewinnen. Und wir haben hier gegen die Nummer eins und zwei der Liga gespielt.“

Wichtige Tore erzielte Yannick Vedel beim Pokal-Finale-Four. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Yannick Vedel war im Halbfinale gegen Rungsted zum Matchwinner geworden und konnte auch im Pokalfinale zwei Tore zum Sieg beisteuern.

„Das war mein erstes Finale, und es ist sehr lange her, dass ich etwas gewonnen habe“, strahlt der SønderjyskE-Stürmer: „Wir hatten in der laufenden Saison viele Verletzte und eine sehr schwache Phase, haben aber seit einem Monat gut gespielt. Das ist die Kulmination, und die gibt uns Momentum, Selbstvertrauen und einen Riesenschub für die letzten zwölf Liga-Spiele und die Playoffs.“

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