Weihnachtsmärkte

Pride, Hygge und Tradition in deutschen Städten

Pride, Hygge und Tradition in deutschen Städten

Pride, Hygge und Tradition in deutschen Städten

Annika Zepke
Deutschland
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Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt
In Berlin und Hamburg gibt es besonders viele Weihnachtsmärkte. Foto: DN

Nicht nur in Dänemark, auch in Deutschland sind seit dem 25. November die Weihnachtsmärkte wieder in vollem Gang. Welche Weihnachtsmärkte im Norden Deutschlands einen Wochenendbesuch wert sind, und was die Besucher dort erwartet, hat der „Nordschleswiger“ herausgearbeitet.

Es ist amtlich: Die Weihnachtszeit hat begonnen. Und wie bringt man sich am besten in Weihnachtsstimmung? Mit einem Weihnachtsmarktbesuch natürlich. In Deutschland gehört er fest zur Tradition, und auch in Dänemark gibt es in immer mehr Städten Ableger dieses deutschen Weihnachtsbrauchs mit Glühwein, Lebkuchen und Bratäpfeln.

Dennoch haben die verschiedenen Weihnachtsmärkte in Deutschland ein besonderes Flair und sind auch immer eine Reise wert. Jedes Jahr ziehen viele Hundert und sehr verschiedene Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland Millionen von Besuchern an. Und nicht immer bedarf es einer langen Reise, um eine große Auswahl an Weihnachtsmärkten – von traditionell bis ausgefallen – zu haben. Denn allein in Hamburg, das gerade einmal zwei Stunden Fahrt von der dänischen Grenze entfernt liegt, gibt es in diesem Jahr 50 Weihnachtsmärkte, in Berlin – drei Autostunden östlich von Hamburg – sind es sogar über 80.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin
Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt ist besonders schön aufgrund seiner malerischen Kulisse vor dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Berliner Konzerthaus. Foto: DN

„Deutsche Weihnachtsmärkte sind super ‚hyggelig‘ und eignen sich perfekt für ein verlängertes Wochenende, sowohl für Familien als auch für Pärchen, die sich ein romantisches Wochenende wünschen“, sagt Phillip Winter, Marketingchef bei a&o Hostels in Deutschland. Wer es etwas ausgefallener mag, dem empfiehlt Phillip Winter den WinterPride-Weihnachtsmarkt in Hamburg. „Der WinterPride-Weihnachtsmarkt in Hamburg ist eine wirklich lustige und schräge Erfahrung, die viele Touristen so nicht kennen“, so der Marketingchef.

Einen kleinen Überblick über die verschiedenen Weihnachtsmärkte im Norden Deutschlands gibt es hier.

Der Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathaus
Der historische Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus Foto: DN

Der historische Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus

Hauptattraktion für die kleinen Besucher dieses Weihnachtsmarktes ist jedes Jahr, den fliegenden Weihnachtsmarkt und sein Rentier Rudolf zu erleben (täglich um 16, 18 und 20 Uhr). Aber auch die Gassen mit Spielzeug- und Handwerkskunst tragen dazu bei, dass viele Hamburger und Touristen den Markt vor dem Rathaus lieben.

Noch bis 23. Dezember kann der Markt täglich von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends von 11 bis 22 Uhr, von Weihnachtsbegeisterten besucht werden.

Der Weihnachtsmarkt Spitalerstraße in der Hamburger Innenstadt
Der Weihnachtsmarkt Spitalerstraße in der Hamburger Innenstadt Foto: DN

Weihnachtsmarkt Spitalerstraße in der Hamburger Innenstadt

Auf dem Weihnachtsmarkt in der Spitalerstraße kann jedes Jahr der größte Tannenbaum Hamburgs bewundert werden. Der Weihnachtsmarkt vereint Tradition und Moderne: Es gibt zum Beispiel viel Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachts-Bling-Bling, gleichzeitig aber sind die urigen Verkaufshäuschen in traditionell hanseatischer Backsteinoptik gehalten.

Die Weihnachtsbeleuchtung kann noch bis zum 30. Dezember täglich von 10 bis 21 Uhr bestaunt werden. Die gastronomischen Angebote stehen den Besuchern bis 23 Uhr zur Verfügung. Am 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag) ist der Weihnachtsmarkt geschlossen.

Winter Pride Weihnachtsmarkt in Hamburg
Auf der Bühne des Winter Pride Weihnachtsmarktes in Hamburg sorgt an den Wochenenden ein DJ für Stimmung. Foto: DN

Der Winter-Pride Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt Winter-Pride im Hamburger Stadtteil St. Georg ist der größte schwul-lesbische Weihnachtsmarkt in Norddeutschland. Auf der Showbühne sorgen die DJs an den Wochenenden mit Musik von Pop über Indie bis Electro für Stimmung. Wer es etwas intimer mag, kann auch eine kleine Hütte für einen Drink oder eine Party mieten.

Noch bis zum 30. Dezember können Besucher täglich von 12 bis 22 Uhr den verschiedenen Musik-Genres lauschen. Freitags und sonnabends ist der Pride-Markt sogar bis 24 Uhr geöffnet. Vom 24. bis zum 26. Dezember ist der Weihnachtsmarkt geschlossen.

Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche
Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin Foto: DN

Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche

Noch bis 5. Januar findet der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche statt. Mehr als eine Million Menschen besuchen den Weihnachtsmarkt rund um die Berliner Gedächtniskirche mit ca. 170 Ständen. Es gibt Glaskunst, Pfefferkuchen und selbstverständlich Glühwein. Direkt am Kurfürstendamm gelegen, der Shoppingmeile schlechthin, lädt der Weihnachtsmarkt gerade zu ein, nach einem gemütlichen Weihnachtsbummel, noch eine Weile zu herum zu schlendern.

Der Markt öffnet täglich von 11 bis 21 Uhr und freitags und samstags bis 22 Uhr seine Türen. Abweichende Öffnungszeiten gelten am 24., 25., 26. Und 31. Dezember sowie am 1. Januar.

Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt

Auf dem Gendarmenmarkt gibt es eine Weihnachtsmischung aus Kunst, kulinarischen Köstlichkeiten und altem Handwerk. Auf der Bühne wird zudem Weihnachtsunterhaltung für Kinder angeboten. Eine Besonderheit des Marktes ist, dass er in einem historischen mittelalterlichen Viertel Berlins liegt, umrahmt vom schönen Französischen Dom, vom Deutschen Dom und dem Konzerthaus Berlin. In den gemütlichen Essenszelten kann man die kulinarischen Angebote auch bei kälteren Temperaturen ungehindert genießen.

Der historische Markt lädt noch bis 31. Dezember täglich von 11 bis 22 Uhr und am 24. Dezember bis 18 Uhr und am 31. Dezember bis 1 Uhr morgens zum Verweilen ein. Der Eintritt kostet 1 Euro, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. Gleiches gilt für alle Besucher an den Werktagen zwischen 11 und 14 Uhr.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin
Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Berlin Foto: DN

Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg

Bei Berlinern und Touristen gleichermaßen beliebt ist der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg. Die besondere Atmosphäre des Weihnachtsmarkts entsteht aufgrund der malerischen Kulisse des Schlosses, das zur Vorweihnachtszeit außerdem romantisch und bunt angestrahlt wird. Auch einen königlichen Weihnachtsmarkt für Kinder mit historischen Karussells und Streichelzoo gibt es. Außerdem ist der ganze Weihnachtsmarkt ausschließlich mit Naturmaterialien dekoriert.

Naturmaterialien und mehr können am Schloss Charlottenburg noch bis zum 26. Dezember bestaunt werden. Die Öffnungszeiten sind von montags bis donnerstags, jeweils von 14 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr. Am 24. Dezember ist der Weihnachtsmarkt geschlossen.

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