Umwelt & Natur

Region entwickelt Prognosemodell

Region entwickelt Prognosemodell

Region entwickelt Prognosemodell

Paul Sehstedt
Vejle
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Region Süddänemark
Region Süddänemark Foto: Cornelius von Tiedemann

Klimaveränderungen: Künftig können Risiken von umweltbelastenden Quellen mit größerer Sicherheit beurteilt werden.

„Falls die Niederschlagsmengen im Winter im Vergleich zu heute um 20 oder 40 Prozent steigen, liegt das Risiko höher, dass bisher ungefährliche umweltbelastende Quellen wie beispielsweise ehemalige Tankanlagen oder Industriebetriebe, einer stärkeren Ausspülung ausgesetzt werden und so unsere Trinkwasserquellen verschmutzen können“, erklärt Jørgen Fjeldsø Christensen, Geologe bei der Region Süddänemark auf Anfrage des „Nordschleswigers“.

Der Hintergrund: Die Region hat für das Projekt „Topsoil“, das Christensen leitet, rund 500.000 Kronen an Subventionen aus dem EU-Interreg-Topf erhalten und ihrerseits die gleiche Summe beigesteuert.

Mit dem neuen Programm kann die Region berechnen, welchen Einfluss die Niederschlagsmengen auf bestimmte Gebiete nehmen können. Dadurch wird ermöglicht, rechtzeitig die nötigen Abwehrmaßnahmen zu treffen, um so die Trinkwassergewinnung zu schützen.

Laut Christensen lässt sich ein Zukunftsbild erstellen, das voraussagt, wie die Lage in 20, 30 oder 100 Jahren sein kann, falls der winterliche Niederschlag tatsächlich markant ansteigt. Der sommerliche Niederschlag ist kaum beachtenswert, da er durch Verdampfung und Aufnahme durch Pflanzen verschwindet.

„Wir haben zunächst ein geologisches Modell erstellt und es dann um ein hydrologisches erweitert, um so die Zuverlässigkeit unserer Daten zu kontrollieren“, erläutert Christensen den Aufbau des Programmes.

Alle erdenklichen Eventualitäten können ausprobiert werden, die von Klimamodellen vorausgesagt werden. Als Grundlage dienten elf Vorhersagen, und aus diesen haben die Forscher um Christensen die Daten des Schwerstfalles und des Durchschnitts genommen.

„Dann sind wir auf der sicheren Seite“, so der Geologe, der die Programmentwicklung in enger Zusammenarbeit mit GEUS (De Nationale Geologiske Undersøgelser for Danmark og Grønland) durchgeführt hat. Das Topsoil-Projekt wird 2021 beendet.

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