Coronavirus

Radikale: Zwei Meter Abstand sollen auch an der Grenze gelten

Radikale Venstre: Zwei Meter Abstand sollen auch an der Grenze gelten

Radikale: Zwei Meter Abstand sollen auch an der Grenze gelte

Nordschleswig/Kopenhagen
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Grenzübergang Krusau
Zwei Mater Abstand sollen auch an der Grenze gelten, meint Nils Sjøberg (Rad. V.) Foto: Karin Riggelsen

Nils Sjøberg fordert sowohl das Gesundheits- als auch das Justizministerium auf, sicherzustellen, dass bei den Grenzkontrollen keine Infektionsgefahr besteht.

Weder Grenzpendler noch die Beamten an der deutsch-dänischen Grenze dürfen durch die Kontrollen einer unnötigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ausgesetzt werden. Das fordert Niels Sjøberg (Rad. V.) nachdem „Der Nordschleswiger“ berichtet hat, dass mehrere Pendler bei den Kontrollen eine Ansteckungsgefahr befürchten.

„Ich verstehe durchaus die Befürchtung der Pendler, angesteckt werden zu können“, sagte Sjøberg.

„Die Gesundheitsbehörden erklären, dass Corona bei nahem Kontakt infiziert, und es ist ein naher Kontakt, wenn ein Grenzbeamter nah herankommt und Ausweise kontrolliert.“

Ministerien sollen aktiv werden

Sjøberg zeigt sich auch besorgt über die Beschreibungen im „Nordschleswiger“, dass dieselben Handschuhe bei mehreren Kontrollen verwendet werden.

Der radikale Politiker ist daher bereits Freitag sowohl mit dem Justizministerium als auch mit dem Gesundheitsministerium in Verbindung getreten, um einen besseren Schutz sowohl für Pendler wie auch Grenzpersonal sicherzustellen.

„Es ist nicht akzeptabel für die Grenzbeamten, wenn sie nicht geschützt sind. Sie müssen selbstverständlich in ebenso hohem Maß geschützt werden wie Mitarbeiter in der Gesundheit und Pflege.“

Forderung: Mindestabstand einhalten

Polizeidirektor Brian Fussing, Abteilung für Ausländerkontrolle der Polizei (UKA Vest), Polizei von Südjütland und Nordschleswig, erklärte Donnerstag, es könne vorkommen, dass ein Beamter näher herantreten muss als die vorgeschriebenen zwei Meter, um seine Aufgabe zu lösen. Die Berichte von Pendlern deuten darauf hin, dass diese Situation relativ häufig auftritt.

Nils Sjøberg fordert, dass grundsätzlich auch an der Grenze die zwei Meter Mindestabstand eingehalten werden.

„Warum ist es in Ordnung, dass man als Grenzbeamter akzeptieren muss, dass man näher als zwei Meter an Menschen herantreten muss, um seine Arbeit auszuführen,“ lautet seine rhetorische Frage.

„Wir müssen die Ansteckungsketten brechen, und das geschieht nicht auf die Art, wie die Verhältnisse beschrieben worden sind.“

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