Jubiläumsjahr 2020

Liet – Es wurde konkreter

Liet – Es wurde konkreter

Liet – Es wurde konkreter

Apenrade/Aabenraa
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Uffe Iwersen traf sich vor Ort mit den Liet-Vertretern. V.l. Uffe Iwersen, Morten Vilhelm (Projektleiter Aabenraa Live), Gerard van der Veer (Präsident LIET International), Tjallien Kalsbeek (Mitarbeiterin LIET International) Foto: Privat

Millionen schauen beim Eurovision Grand Prix zu, wenn Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen europäischen Ländern um die Gunst der Zuhörer kämpfen. Das Minderheiten-Pendant heißt „Liet“. Der Wettbewerb findet im Jubiläumsjahr 2020 in Nordschleswig statt. Kulturkonsulent Uffe Iwersen hat nach einem Besuch von Liet-Vertretern einiges Neues.

Zwei Vertreter von Liet konnte BDN-Kulturkonsulent Uffe Iwersen am Dienstag in Apenrade begrüßen, um die Planung für den Minderheiten-Songcontest voranzutreiben: Liet-International-Präsident Gerard von der Veer sowie seine Mitarbeiterin Tjallien Kalsbeek.

20 Beiträge von Künstlern verschiedener europäischer Minderheitenhofft Uffe Iwersen, Kulturkonsulent des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), auf die Bühne holen zu können, wenn der Liet-Kontest in Nordschleswig stattfindet. Doch statt wie ursprünglich geplant, findet die Veranstaltung nicht in der Tonderner Schweizerhalle statt, sondern im Apenrader Gazzværket. „Ganz einfach aus dem Grund, dass die Schweizerhalle für unseren Termin schon ausgebucht war“, erklärt Iwersen. Doch unglücklich ist er deshalb nicht. Im Gegenteil: „Was erst als Alternative für Tondern gedacht war, ist inzwischen für uns die bessere Lösung“, sagt er, denn „die Mitglieder von Liet waren begeistert von der industriell angehauchten Atmosphäre im Gazzværket“.

Weitere Auftritte für die Künstler

Neben der Einigung auf den Veranstaltungsort konnten noch weitere Weichen gestellt werden. „Wir wollen im Vorfeld mit Auftritten einer Sängerin der Westfriesen, die im vergangenen Jahr für ihren Liedtext gekürt wurde, für Aufmerksamkeit sorgen. Sie wird Ende November bei zwei bis drei kleinen Konzerten auftreten“, berichtet Iwersen.

Weiterhin wurden sich die Planer einig, dass es neben dem Liet-Kontest im April 2020 kurze Auftritte der Minderheitenkünstler in den Cafés der Stadt, an Schulen und anderen öffentlichen Orten stattfinden sollen, um die Veranstaltung nach außen sichtbar zu machen. „Außerdem haben die Sänger oder Bands dann die Möglichkeit, ihre Kunst einem breiteren Publikum vorzustellen“, ergänzt der BDN-Konsulent.

Weitere Möglichkeit für Künstlerauftritte

Ab dem 31. März des kommenden Jahres werden die ersten Sänger und Delegationsteilnehmer in Apenrade erwartet. Am Freitag, 3. April findet das Halbfinale von Liet statt. Am Tag darauf folgt das Finale. Bei der After-Show-Party, die für jeden offen sein wird, werden alle Künstler nochmals die Möglichkeit haben, auf die Bühne zu kommen, um ihren musikalischen Beitrag zu zeigen. „Damit sie nicht, wenn sie im Halbfinale ausgeschieden sind, nur einmal auf der Bühne waren", erklärt Iwersen.

Liet

„Liet“ (friesisch für „Lied“) sind eine Reihe von Musikwettbewerben, die in verschiedenen europäischen Regionen stattfinden. Der Verlauf dieser Wettbewerbe entspricht dem Eurovision Grand Prix, wobei bei Liet aber die Regionalkulturen der Teilnehmer stark in den Vordergrund gestellt werden. Die Teilnehmer vertreten entweder eine regionale Musiktradition oder singen in einer der angestammten Minderheitensprachen Europas.

Begonnen hat Liet 1991 in der westfriesischen Hauptstadt Leeuwaren. Seit 2002 findet unter dem Namen Liet Ynternasjonaal (Lied International) auch fast jährlich eine europaweite Edition des Wettbewerbs statt. Die Teilnehmer werden in verschiedenen europäischen Regionen auf nationalen oder internationalen Vorentscheiden gewählt.

Organisator des Liet-Grand Prix ist die Stichting Liet. Das europäische Liet Ynternasjonaal wird in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Büro für Sprachenminderheiten veranstaltet.

Quelle: wikipedia.org

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