DSSV

Eitel Sonnenschein und dunkle Gewitterwolken am Gymnasium

Eitel Sonnenschein und dunkle Gewitterwolken am Gymnasium

Eitel Sonnenschein und dunkle Gewitterwolken am Gymnasium

Apenrade/Aabenraa
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Schüler am Deutschen Gymnasium in Apenrade. Foto: Cornelius von Tiedemann

Der Vorsitzende des Gymnasiumausschusses des DSSV, Heiko Siebels, hatte auf der Generalversammlung des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) viel Positives zu berichten, aber es drohten auch „Gewitterwolken und Hagelschauer am Horizont. Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 gab es 180 Schüler am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig, die in neun Klassen und in fünf Studienrichtungen beschult wurden.

Der Vorsitzende des Gymnasiumausschusses des DSSV, Heiko Siebels, hatte auf der Generalversammlung des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) viel Positives zu berichten, aber es drohten auch „Gewitterwolken und Hagelschauer am Horizont. Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 gab es 180 Schüler am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig, die in neun Klassen und in fünf Studienrichtungen beschult wurden.


„180 Schüler, das ist Spitze und wir freuen uns sehr darüber, dass in den letzten Jahren immer mehr Schüler oder Eltern, das DGN gewählt haben. Aber es macht uns auch ein bisschen Angst: Auch ein Usain Bolt sprintet auf seinen 100 Metern nicht jedes Mal Weltrekord und wir werden nicht jedes Mal neue Rekorde bei den Schülerzahlen erzielen, was aber eigentlich notwendig wäre, um unseren Haushalt einzuhalten. Wir haben finanziell in den vergangenen Jahren von den steigenden Schülerzahlen profitiert“, sagte Heiko Siebels in seinem letzten Bericht als Ausschussvorsitzender – er gibt in Kürze den Posten ab.

In diesem Jahr hat das DGN bisher – wie im Vorjahr – 66 feste Anmeldungen für das neue Schuljahr 17/18 vorliegen. Siebels macht sich wegen der Finanzen Sorgen, weil man von dänischer Seite aus den Staatszuschuss für Gymnasien ganz bewusst bis 2020 jedes Jahr um zwei Prozent reduziert – 2017 sogar noch um drei Prozent mehr. „Man möchte mehr Schüler in eine Ausbildung bringen und stärkt daher diese Institutionen und schwächt bewusst die Gymnasien“, erklärt Siebels.

Als Berechnungsgrundlage dient der Zuschuss von 2015. Das sind bis 2020 fast 13 Prozent weniger Zuschuss, die dem DGN fehlen werden. Das Gymnasium muss trotz eines extra Zuschusses vom DSSV 2017 260.000 Kronen und in 2018 400.000 Kronen sparen. „Ein kleines Gymnasium wie unseres trifft das absolut ins Mark. Das kann man einfach nicht mehr ausgleichen. Das ist einfach nicht zu schaffen. Das ist existenzbedrohend. Wir haben immer strikte Haushaltsdisziplin bewiesen und fahren schon ein strammes Budget. Da darf es nicht Winter werden. Ich hoffe, dass man eine Möglichkeit findet, das Problem zu lösen“, sagte Siebels.

Dagegen freute er sich über die Erfolge des DGN. Auch im Schuljahr 16/17 hatten die Abgangsschüler mit 8,3 den besten Zensurdurchschnitt in der Region Süddänemark. „Eine ganze Note über dem Durchschnitt in der Region. Landesweit lag das DGN auf dem vierten Platz“, so Siebels, der auch die landesweite Spitzenposition des DGN in der sozioökonomischen Studie des Unterrichtsministeriums hervorhob: „Das bedeutet, dass hier am DGN die Schüler, wenn man den soziale und ökonomischen Hintergrund betrachtet, die größte Entwicklung in Dänemark von der Grundschule bis zum Abitur gemacht haben.“

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