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Quartalsergebnis: Danfoss verdient gut an grüner Umstellung

Quartalsergebnis: Danfoss verdient gut an grüner Umstellung

Quartalsergebnis: Danfoss verdient gut an grüner Umstellung

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Norburg/Nordborg
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Konzernchef Kim Fausing Foto: Asger Ladefoged/Ritzau Scanpix

Ein Verkaufsaufschwung auf mehreren Märkten sorgt für gute Einnahmen beim nordschleswigschen Familienbetrieb Danfoss. Insbesondere die klimafreundlichen Produkte sind ein Verkaufsschlager.

Die Kassen des Danfoss-Konzerns aus Norburg klingeln. Das Unternehmen, das durch seine Thermostate für Radiatoren bekannt ist, hat in den ersten neun Monaten des Jahres ein Plus von rund 2,9 Milliarden Kronen erwirtschaftet. Das sind rund 100 Millionen Kronen mehr im Vergleich zum Vorjahr, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Wir sind mit dem Ergebnis gut zufrieden. Der Verkauf von energieeffizienten Produkten und Elektrifizierungslösungen steigt kontinuierlich, weshalb unsere Einnahmen auch im dritten Quartal des Jahres steigen“, erklärt Konzerndirektor Kim Fausing.

Bislang hat Danfoss in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatz von 35,5 Milliarden Kronen erwirtschaftet. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 1,4 Milliarden Kronen. Insbesondere die Märkte in Russland, Lateinamerika, Asien und Europa haben das Ergebnis positiv beeinflusst.

Doch nicht alles in der globalen Wirtschaft sei laut Fausing rosarot. Mehrere große Länder erleben, dass ihr Wirtschaftsaufschwung langsam ausgebremst werde. Zugleich habe der Handelskrieg zwischen China und den USA den globalen Handel beeinflusst. „Trotzdem sehen wir gute Wachstumsmöglichkeiten für unsere energieeffizienten Produkte“, so der Konzerndirektor.

Nordschleswig profitiert

Dass Nordschleswig von den guten Ergebnissen des Unternehmens profitiert, bestätigt der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Dansk Industri (DI) in Nordschleswig, Hans Olling, gegenüber dem „Nordschleswiger“. „Viele kleinere Betriebe haben Danfoss als Kunden. Sie sind gute, stabile Kunden, die eine bedeutende Basis für nordschleswigsche Betriebe ebnen“, erklärt Olling. Zwar müsse Danfoss international wettbewerbsfähig sein, und demnach kaufe der Betrieb auch weniger als früher in Nordschleswig ein. Es sei aber trotzdem noch viel.

Doch nicht nur kleinere Produktionsfirmen in Nordschleswig profitieren von Danfoss. Auch lokale Handwerksbetriebe haben das Unternehmen als Kunden in ihren Auftragsbüchern – „ein Profit für die lokale Wirtschaft“, so Olling.

„Dabei darf man auch sagen, dass sie harte Businessleute und ungemein professionell sind. Sie wissen ganz genau, wo sie ihr Geld investieren müssen und wo nicht“, unterstreicht der Vorsitzende. Ein Plus sei es ihm zufolge, dass das Unternehmen viel Geld in die Entwicklung neuer innovativer Lösungen stecke. „Zudem können sie aufgrund ihrer Größe kleinere Firmen aufkaufen und sie ins Unternehmen integrieren.

Das Unternehmen wurde 1933 von Ingenieur Mads Clausen gegründet und ist weiterhin im Familienbesitz. Die Firmenzentrale liegt in Norburg auf Alsen. Auf globaler Ebene beschäftigt Danfoss 28.000 Mitarbeiter an 100 Standorten.

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