Tønder Festival

Viele Gäste buchen ihre Tickets auf 2021 um

Viele Gäste buchen ihre Tickets auf 2021 um

Viele Gäste buchen ihre Tickets auf 2021 um

Tondern/Tønder
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Festivalstimmung auf dem Open-Air-Gelände anno 2019 mit der dänischen Band Folkeklubben. Foto: Archiv Rahbek

Von zwei Dritteln der Festivalbesucher liegt bereits eine Rückmeldung vor. Die Festivalmacher freuen sich über die positive Tendenz mit Umbuchungen für 2021.

Das Tønder Festival freut sich über die Tendenz, dass ein Großteil des Publikums, das sich für die diesjährige Ausgabe Karten gesichert hatte, diese auf 2021 umbuchen lässt.

Vor fast zwei Monaten wurde das Festival abgesagt, da sich eine Durchführung Ende August durch die Corona-Beschränkungen nicht durchführen lässt.

Bis einschließlich August sind Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern untersagt.

Licht am Ende des Tunnels

Die Absage ziehe einen fehlenden Umsatz und damit eine finanzielle Herausforderung für das Festival mit sich.

Jetzt würde es aber Licht am Ende des Tunnels geben. Seit zehn Tagen können die Festivalgäste entweder ihr Ticket auf 2021 umbuchen oder das Geld zurückbekommen.

Die Rückendeckung des Publikums sei enorm, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Wir haben bislang etwa von zwei Dritteln der Gäste, die Karten gekauft hatten, eine Rückmeldung. 85 Prozent haben sich dafür entschieden, ihre Karten für 2021 zu tauschen. Es zeigt sich eine richtig tolle positive Tendenz.

Kirstine Uhrbrand, Geschäftsführerin

„Wir haben bislang etwa von zwei Dritteln der Gäste, die Karten gekauft hatten, eine Rückmeldung. 85 Prozent von ihnen haben sich dafür entschieden, ihre Karten für 2021 zu tauschen.

Es zeigt sich eine richtig tolle positive Tendenz. Wir sind unglaublich froh und dankbar über die Rückendeckung des Publikums“, sagt Geschäftsführerin Kirstine Uhrbrand dem „Nordschleswiger“.

Kartenverkauf lief seit August

Genaue Angaben darüber, wie viele Karten das Tønder Festival verkauft hatte, bevor Corona dem Verkauf einen Riegel vorschob, will Kirstine Uhrbrand nicht machen.

„Es waren aber mehrere Tausend, da der Kartenverkauf ja schon seit dem Festival 2019 lief“, so Uhrbrand.

Das Festival hält sich in der Regel über die Anzahl der zur Verfügung stehenden Eintrittskarten bedeckt.

Festival stieß an seine Grenzen

2019, als das Festival am Sonnabend mit 12.000 bis 13.000 Gästen auf dem Platz an seine Grenzen stieß, wurden um die 8.000 Dauer-Karten (vier Tage) verkauft.

Dazu kamen jeweils pro Festivaltag etwa 1.000 Tageskarten plus Helfer und so weiter.

Die vielen Gäste strahlten 2019 mit der Sonne um die Wette. Foto: Archiv Karin Riggelsen

Dadurch, dass die Festivalgäste sich für eine Umbuchung entscheiden statt ihr Geld zurückzufordern, helfen sie dem Festival finanziell.

„Das macht uns bis zum nächsten Festival flexibel bei der Liquidität“, so die Geschäftsführerin.

Bis zum 14. Juni muss der Festivalgast sich entscheiden, wie er mit seinem Ticket verfahren will.

Der gewöhnliche Kartenverkauf für das Festival 2021 wird voraussichtlich am Montag, 22. Juni, 10 Uhr, unter tf.dk angepfiffen.

Hilfspaket noch nicht fertig geschnürt

In finanzieller Hinsicht gibt es für das Tønder Festival noch offene Fragen, da derzeit keine konkreten Angaben über die angekündigten staatlichen Hilfspakete vorliegen.

„Wir wissen noch nichts und warten weiterhin auf die Bekanntmachung. Darauf sind wir natürlich sehr gespannt“, sagt Kirstine Uhrbrand, die seit 2015 mit der künstlerischen Leiterin Maria Theessink an der Spitze des Musikereignisses steht.

Atem wird angehalten

Die Festivalfans, die ihre Karten umtauschen beziehungsweise neue Karten kaufen, wissen nicht genau, wie das Musikprogramm 2021 zusammengestrickt sein wird.

„Wir wollen sehr gerne Musiker, die wir für 2020 verpflichtet hatten, 2021 zurückholen. Wir sind die ganze Zeit mit den Künstlern, die sehr verständnisvoll sind, in engem Dialog.

Derzeit wird überall der Atem etwas angehalten, wir warten ab und behalten die Entwicklung im Auge“, so Uhrbrand.

Qualität als Markenzeichen

„Als Festivalgast kann man sich aber sicher sein, dass es ein Musikprogramm von erlesener Qualität gibt“, verspricht die Geschäftsführerin.

Die Initiatoren freuen sich auch, dass die Unterstützung der Grenzläden ungebrochen ist.

Die Tradition, südlich der Grenze Festivalwein zu verkaufen und ein Teil des Verdienstes ans Festival abzugeben, werde trotz abgesagten Festivals und derzeit geschlossenen Grenzen 2020 weitergeführt.

Die Festivalgänger müssen sich bis 2021 gedulden. Foto: Archiv Elise Rahbek
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