Lokalpolitik

Solarpark soll als Pilotprojekt Erfahrungen ernten

Solarpark soll als Pilotprojekt Erfahrungen ernten

Solarpark soll als Pilotprojekt Erfahrungen ernten

Tondern/Tønder
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Ein Sonnenaufgang
Die Strahlen der Sonne sollen in Mollerup eingefangen werden. Foto: Monika Thomsen

Die Kommune zieht mit einem Privatinvestor an einem Strang, um ein Projekt zur regenerativen Energiegewinnung bei Bredebro auf die Beine zu stellen. Die Umweltbehörde erteilte den Plänen im ersten Durchlauf jedoch eine Abfuhr.

Ein privater Investor strebt seit einiger Zeit die Errichtung einer Solaranlage in Mollerup in der Nähe von Bredebro an. Es handelt sich um eine etwa 65 Hektar große Fläche 1,2 Kilometer nördlich von Wiesby (Visby), die bisher landwirtschaftlich intensiv genutzt wird.

Der nächste Nachbar wohnt 200 Meter südlich des Projektbereichs auf den in einer Niederung liegenden Ländereien.

Der Technische Ausschuss der Kommune Tondern hat nun grünes Licht dafür gegeben, dass das Vorhaben als Pilotprojekt durchgeführt werden soll.

Wir versuchen nun ein Pilotprojekt in Gang zu setzen. Laut unseren Richtlinien sehen wir solche Projekte am liebsten auf niedrig gelegenen Böden. In diesem Fall gibt es dann aber Probleme mit dem Naturschutz.

Bo Jessen, Ausschussvorsitzender

„Wir versuchen nun ein Pilotprojekt in Gang zu setzen. Laut unseren Richtlinien sehen wir solche Projekte gerne auf niedrig gelegenen Böden. In diesem Fall gibt es dann aber Probleme mit dem Naturschutz.“, so der Ausschussvorsitzende Bo Jessen (Tønder Listen).

Richtschnur liegt vor

Das Kommunalparlament hatte Ende September 2020 mehrheitlich eine Richtschnur für Vorhaben mit regenerativer Energiegewinnung in Form von Windkraft- und Solaranlagen auf den Weg gebracht.

Aus diesen geht hervor, dass Solaranlagen vorzugsweise auf extensiv genutzten Agrarböden platziert werden sollten.

Die Umweltbehörde hatte im ersten Durchgang der Anlage eine Abfuhr erteilt. Die Instanz vertrat die Auffassung, dass die Platzierung im Widerspruch zu nationalen Landschaftsinteressen stehen würde.

Die Solaranlage auf einer Fläche von 65 Hektar errichtet werden. Foto: Tønder Kommune

Zweiter Anlauf gestartet

Der Investor und die Kommune starten nun einen neuen Vorstoß, damit die Solaranlage als Pilotprojekt eine Chance hat.

Der neue Anlauf war gestartet worden, nachdem die politische Arbeitsgruppe zum Thema erneuerbare Energie den Fall im Sommer prinzipiell erörtert hatte.

Um der Umweltbehörde gegenüber die Relevanz des Projektes zu unterstreichen, wurde in die Waagschale geworfen, dass die Kommune Tondern nicht nur ihre eigenen Klimaziele erfüllen, sondern auch zum landesweiten Ziel für 2030 beitragen muss.

Kommune springt für eventuelle Berater-Kosten ein

„Fehlende Alternativen“ in der Kommune waren ein weiteres Argument. Zudem harmoniere dies mit den Möglichkeiten und Verpflichtungen, Niederungen im Hinblick auf die Minderung der Nährstoffausschwemmung aus Bewirtschaftung zu nehmen.

Mit einem Vorzeigeprojekt könnten außerdem Erfahrungen gewonnen werden.

Wenn Landschaftsbewertungen und neue Visualisierungen durchgeführt werden müssen, belaufen sich die Ausgaben für einen externen Berater auf 70.000 Kronen. Diese Kosten sollen vom kommunalen Planungskonto abgedeckt werden.

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