Wirtschaft

Neuer Zeitplan für Stromautobahn bei Tondern

Neuer Zeitplan für Stromautobahn

Neuer Zeitplan für Stromautobahn

Tondern/Tønder
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Die Fotomontage von Energinet zeigt das mögliche Aussehen der geplanten Stromleitung in der Landschaft. Foto: Energinet

Der staatliche Netzbetreiber Energinet nennt verspätete Umweltverträglichkeitsprüfung als Ursache. Die 400-Kilovolt-Leitung von Holstebro zur Grenze soll dennoch 2023 in Betrieb gehen. Anschlussleitung in Schleswig-Holstein wird in Nordfriesland gebaut.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung in Verbindung mit der geplanten 400-Kilovolt-Hochspannungsleitung von Idomlund bei Holstebro bis zur deutsch-dänischen Grenze bei Tondern wird verspätet fertig. Nachdem für die geplante zweite Anhörungsrunde mit Bürgerversammlungen bereits im September spätere Termine in Aussicht gestellt wurden, hat der staatliche dänische Netzbetreiber Energinet am Donnerstag einen neuen Zeitplan des Planungsverlaufs veröffentlicht.

Anhörung in zweiter Jahreshälfte 2021

Die zweite Anhörungsrunde wird nun erst im dritten oder vierten Quartal 2021 stattfinden, so der Projektchef bei Energinet, Christian Jensen. 560 künftige Anwohner der Hochspannungsleitung, die zum Kummer vieler Bürger nur auf kleinen Abschnitten als Erdkabel verlegt wird, haben schriftlich Bescheid bekommen.

„Uns ist klar, dass das für viele Bürger eine unangemessen lange Zeit ist“, so Jensen und fügte hinzu, dass man nach der zweiten Anhörungsrunde schnell Verhandlungen über Entschädigungen mit Bürgern aufnehmen werde, die die Leitung als Nachbarn bekommen. Verträge könnten aber erst nach Abschluss der Planungen und Genehmigungen unterschrieben werden.

In Nordfriesland wird bereits gebaut

Trotz der verspäteten Planung rechnet Energinet mit einer Inbetriebnahme der Verbindung Ende 2023. Nur der nördlichste Abschnitt dürfte später fertig werden. In Nordfriesland wird bereits an der Anschlussleitung gebaut, die östlich von Seth (Sæd) die deutsch-dänische Grenze kreuzen soll. Mit der zusätzlichen deutsch-dänischen Hochspannungsverbindung soll die europäische Stromnetzstabilität bei Ausbau der Gewinnung erneuerbarer Energie verbessert werden.

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