Coronavirus

Leicht rückläufiges Infektionsgeschehen in Tondern

Leicht rückläufiges Infektionsgeschehen in Tondern

Leicht rückläufiges Infektionsgeschehen in Tondern

Tondern/Tønder
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Die mobile Schnelltest-Station von „Falck" war am Mittwoch erstmals in Mühlenhaus. Foto: Monika Thomsen

Der Inzidenzwert ist von 184,9 auf 176,8 gesunken. Kommunaler Direktor hofft, dass eine Wende einsetzt.

Mit einem 7-Tage-Inzidenzwert (Infizierte pro 100.000 Einwohner) von 176,8 und 66 Neuinfizierten zeigt sich in Tondern bei den Covid-19-Erkrankungen am Mittwoch, 13. Januar, eine leicht rückläufige Tendenz.

An den Vortagen waren es 69, und die bisher höchste Infektionsrate gab es am Sonntag, 10. Januar, mit 70 Angesteckten.

Jan Præstholm, kommunaler Direktor für Kinder und Schulen sowie Pflege und Fürsorge, hofft, dass das Infektionsgeschehen sich damit in die richtige Richtung entwickeln wird.

Ich hoffe, dass es ein Wendepunkt ist, da die Zahlen auch überall anders zurückgehen. Es geht aber darum, dass wir das Geschehen ernst nehmen und uns bewusst sind, dass unser Verhalten entscheidend für die Entwicklung ist.

Jan Præstholm, Direktor

„Ich hoffe, dass es ein Wendepunkt ist, da die Zahlen auch überall anders zurückgehen. Es geht aber darum, dass wir das Geschehen ernst nehmen und uns bewusst sind, dass unser Verhalten entscheidend für die Entwicklung ist“, so Præstholm.

Experten erwarten dritte Ansteckungswelle

„Wir müssen noch viel weiter runter, damit die schreckliche Prognose, von der für Ende Februar gesprochen wird, nicht wahr wird“, sagt der Direktor in Gedanken an das Szenario, das Experten im Zusammenhang mit der dritten Ansteckungswelle durch die britische Mutation des Virus erwarten.

Bislang gab es 573 nachweislich Infizierte

Seit dem 27. Januar 2020 haben sich nachweislich 573 Personen in der Kommune Tondern mit dem Coronavirus angesteckt. Dabei erhielt das Gros von ihnen den positiven Befund in den vergangenen drei Monaten.

So lag die Zahl der nachweislich Infizierten zum Beispiel am 22. September „nur“ bei 26 Personen.

Während der Infektionsdruck in Tondern kurz vor Weihnachten niedrig war, schnellte er im neuen Jahr in die Höhe.

Silvester spielt eine Rolle

Auf die Rolle von Silvester angesprochen, erklärt Præstholm: „Silvester hat zweifellos darauf Einfluss gehabt. Obgleich wir weniger Menschen zusammen gewesen sind, haben wir uns dennoch getroffen. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir dadurch die Steigerung haben“, so Præstholm.

26 Kinder zu Hause in Quarantäne

In der Belegschaft der kommunalen Kindertagesstätte „Spiren“ in Scherrebek (Skærbæk) gab es eine Covid-19-Ansteckung. Das führte dazu, dass am Mittwoch 26 Kinder und 9 Kollegen nach Hause in Quarantäne geschickt wurden. Zudem sind sie aufgefordert, sich testen zu lassen.

Kein Schlangestehen

Neuerdings müssen Grenzpendler vor ihrer Einreise nach Dänemark einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als eine Woche sein darf. In Tondern betrifft dies 80 kommunale Angestellte, wie von Kommunaldirektor Klaus Liestmann zu erfahren ist.

Kein großer Andrang herrschte am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr in Mühlenhaus (Møllehus), als der von der Region Süddänemark beauftragte Dienstleister „Falck“ dort erstmals mit mobilen Schnelltests für Grenzpendler Position bezog.

Die Testmöglichkeit gibt es jeweils mittwochs und donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr kostenlos für Grenzpendler. Wer kein Grenzpendler ist, zahlt 299 Kronen. In Seth (Sæd) ist die mobile Teststation mittwochs und donnerstags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

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