Corona-Schutzmaßnahmen

Im Eilverfahren: Impfung in der Kommune Tondern möglich

Im Eilverfahren: Impfung in der Kommune Tondern möglich

Im Eilverfahren: Impfung in der Kommune Tondern möglich

Tondern/Tønder
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Impfen zahlt sich aus. Foto: Tek Image/Science Photo Library/Ritzau Scanpix

Ältere und schwache Bürger können sich am Wochenende in Tondern, Lügumkloster und Toftlund gegen Corona impfen lassen.

Die zwar kostenlose, aber lange Fahrt ins stationäre Impfzentrum in Rothenkrug (Rødebro) bleibt den älteren (65+) und geschwächten Bürgern erspart, die praktische Hilfe von der Kommune beziehen. Kurzfristig gibt es am Wochenende nun doch Möglichkeiten, in Tondern, Lügumkloster (Løgumkloster) und Toftlund geimpft zu werden.

„Das ist ein Beispiel für eine gute und schnelle Zusammenarbeit zwischen der Region Syddanmark, den Hausärzten und der Kommune, die den Bürgern zugutekommt“, freut sich Bürgermeister Henrik Frandsen (Tønder Listen) über diese im Eilverfahren geschaffene Lösung für die Bürger, die von der Kategorie 2 im Rahmen des landesweiten Impfprogramms umfasst sind.

Auch mobile Impfteams sind okay

„Diese zwischenzeitliche Möglichkeit beschränkt sich zunächst nur auf die Bürger der Impfgruppe 2. Wir verlangen ja gar keine stationäre Impfstelle. Die mobilen Einheiten reichen uns vollkommen, damit auch Bürger der anderen Impfgruppen davon profitieren können", erklärt er.

In Tondern ist der Impftermin bereits am Freitag, 15. Januar, in den Tondernhallen. Sonnabend, 16. Januar, ist das Impfteam in Lügumkloster (Løgumkloster) in den Klosterhallen im Einsatz. Am Sonntag, 17. Januar, werden die Spritzen in der Sporthalle in Toftlund aufgezogen. Der Transport dorthin wird mit dem jeweiligen Bürger koordiniert.

Alle in Kategorie 2 geimpft

In die Kategorie 2 gehören in der Kommune Tondern ungefähr 580 Bürgerinnen und Bürger. Einige hätten schon Impftermine in Rothenkrug bestellt, andere wünschen keine Vakzine, erläutert Frandsen weiter. „Doch innerhalb der drei Tage können dann alle 450 Bürger geimpft werden, die dies auch wünschen.“

Am vergangenen Freitag wurden die Bewohner der Pflegeheime als Erste geimpft.

Am 14. März wurden die Grenzen nach Deutschland (hier der Grenzübergang Mühlenhaus (Møllehus) -Aventoft – gesperrt. (Archiv) Foto: Monika Thomsen

Überrascht von einer neuen kommunalen Aufgabe wurde auch er, als er die von Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) einberufene Pressekonferenz am Fernsehen verfolgte. Die Kommunen sollen künftig in die Infektionsverfolgung eingebunden werden.

„Wir wussten im März auch nichts von der Schließung der Grenzen. Doch an diesem Freitagabend bekam unser Kommunaldirektor Klaus Liestmann kurz vor Mitternacht den Bescheid, dass die Grenzen sonnabends bis spätestens 12 Uhr gesperrt werden sollten. Die Absperrung wurde den Grenzkommunen überlassen“, berichtet er.

Das wird natürlich eine spannende und wichtige Aufgabe.

Henrik Frandsen, Bürgermeister in Tondern

Am Mittwochabend wurde verkündet, dass die Kommunen die Namen der Infizierten zu wissen bekommen und bei der Ansteckungsverfolgung behilflich sein sollen. „Das wird natürlich eine spannende und wichtige Aufgabe“, erklärte Frandsen am Donnerstag diplomatisch.

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