Vor den Toren Tonderns

Biogas-Bau soll im Herbst starten

Biogas-Bau soll im Herbst starten

Biogas-Bau soll im Herbst starten

Sollwig/Solvig
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Biogasanlage
Einzig ein hoppelnder Hase sorgte am Freitag am anderen Ende des eingezäunten Geländes für Aktivität. Foto: Monika Thomsen

Envo-Direktor Bo Asmussen erwartet die Inbetriebnahme des Werks zum Kostenpunkt von 550 Millionen Kronen für September 2020.

Auf der Baustelle der geplanten Biogasanlage vor den Toren Tonderns, wo die Arbeiten seit mehreren Jahren ruhen, soll im Herbst wieder Bewegung in die Sache kommen.

„Wir gehen derzeit das Zeichnungsmaterial durch, und auch die Frage des Beratungsunternehmens ist geklärt. Zudem treffen wir uns mit dem Unternehmer“, erklärt der Direktor von Envo Biogas Tønder A/S, Bo Asmussen, zum Stand der Dinge bei dem Gesamtprojekt zu 550 Millionen Kronen.

„Ende September, Anfang Oktober werden wir anfangen zu bauen, da das Werk im September 2020 fertig für die Inbetriebnahme sein soll“, so Asmussen. Den Namen des Unternehmers dürfe er zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht preisgeben.

Die Firma „Cartellone Denmark A/S“ des argentinischen Großinvestors Jose Cartellone soll das Projekt zusammen mit dänischen Firmen bauen.

Die Wege von Envo und dem Unternehmen Per Aarsleff A/S hatten sich im November 2015 getrennt. Envo strengte nachfolgend ein Schiedsverfahren an. Im Januar 2019 kam dann die Entscheidung, die zugunsten Envos ausging. Aarsleff beglich daraufhin nach wenigen Tagen die offene Rechnung in Höhe von 84 Millionen Kronen, und auch die Zeichnungen seien ausgehändigt worden.

Die Arbeiten wurden eingestellt, um kein „Beweismaterial“ zu zerstören. „Etwa 10 bis 15 Prozent des Projekts sind fertig“, erläutert Asmussen mit Blick auf die unterirdischen Bauten. Die Frage, ob es aufgrund der Schäden zum Abriss kommen wird, verneint er.

„Einiges muss aber repariert werden“, so der Direktor. Er meint nicht, dass es bei der Beschaffung von Rohstoff wegen des langen Zeitfensters Probleme geben wird. Einige Landwirte hätten erweitert, während andere wiederum in Rente gegangen seien.

Die im Januar 2015 eingegangene Gas-Lieferabsprache mit Dong Energy hätte auch mit den in Ørsted umgetauften Energiekonzern Bestand.

„Darauf einigten wir uns im vergangenen Jahr“, so Asmussen. War ursprünglich angedacht, dass das produzierte Gas in unmittelbarer Nähe des Werks ins Erdgasnetz gespeist werden sollte, gibt es diesbezüglich nun eine Änderung.

„Dansk Gas Distribution (DGD) hat gewünscht, dass das Gas direkt an die Verbraucher in der Kommune Tondern geführt wird. Wir haben DGD im Januar für den Anschluss 20 Millionen Kronen bezahlt. Das würden wir ja nicht tun, wenn wir nicht bauen“, erklärt Asmussen.

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