Umwelt und Natur

Haushalte erwartet beim Abfallsortieren mehr Einsatz

Haushalte erwartet beim Abfallsortieren mehr Einsatz

Haushalte erwartet beim Abfallsortieren mehr Einsatz

Tondern/Tønder
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Die Bürgerinnen und Bürgerin Nordschleswig müssen sich auf umfangreicheren Sortiereinsatz an den Abfall- und Wertstofftonnen einstellen. Es soll aber vorläufig nur einen kleinen Behälter zusätzlich zur Aufnahme bon Gefahrenstoffen geben. Foto: Volker Heesch

Tonderner Entsorgungsbetrieb bereitet auf Anweisung der staatlichen Umweltbehörde mehr Wiederverwertung vor. Demnächst werden auch „wertvolle“ leere Milchkartons recycelt statt verbrannt.

In der Tonderner Entsorgungsgesellschaft Tønder Forsyning sind die Vorbereitungen angelaufen, die Wiederverwertungsquote bei der Einsammlung von Abfällen und Reststoffen weiter zu erhöhen. Die Kommunen sind dazu angesichts des zum Jahresbeginn in Kraft getretenen neuesten Abfallerlasses der staatlichen Umweltbehörde „Miljøstyrelsen“ verpflichtet. Dieser setzt strengere Vorgaben des Folketings hinsichtlich Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft um.

Zehn Fraktionen Abfälle

„Wir haben unsere Müllabfuhr bereits auf die Trennung der Abfälle in zehn Fraktionen eingerichtet“, berichtet der Leiter der Sparte Abfallwirtschaft bei „Tønder Forsynng“, Jørgen Olsen, dem „Nordschleswiger“. Er weist darauf hin, dass die Bürger nicht mit weiteren Abfalltonen außer den in der Kommune Tondern zwei Behältern mit jeweils zwei Fächern rechnen müssen. „Bei uns gab es bisher noch keine Wiederverwertung bei den Getränkebehältern. Doch das wird sich bald ändern“, berichtet Olsen.

Aus für Verbrennung von Getränkeverpackungen

„Leere Milchkartons, die bisher in der Verbrennung landen, enthalten sehr gut wiederverwertbare Rohstoffe, sie werden wie andere Getränkeverpackungen an Wiederverwerter in Schweden und Deutschland geliefert. In absehbarer Zeit werden sie wohl auch in Dänemark erneut genutzt“, so der Abfallexperte. Eine Neuerung steht den Haushalten jedoch in absehbarer Zeit bevor. „Alle Haushalte werden einen kleinen roten Behälter für Problemabfälle bekommen“, so Olsen und weist darauf hin, dass bereits 5.000 Kunden in der Kommune Tondern freiwillig einen „Miljøkasse“ nutzen, in den neben Batterien, alten Mobiltelefonen und Ladegeräten auch Dinge wie leere Spraydosen oder Farbreste gepackt werden sollen.

Zu viele Schadstoffe im Restmüll

„Es werden zum Glück viele Schadstoffe auf den Wiederverwertungscentern abgeliefert. Doch es landen immer noch zu viele Schadstoffe im Restmüll“, berichtet Olsen. Er erläutert, dass bei Stichproben eine genaue Durchsicht des Inhaltes einzelner Müllbehälter zeigt, dass es noch viel zu viele Fehleinwürfe gibt. Es gibt also noch Spielraum, beispielsweise Schwermetalle aus Batterien und wertvolle seltene Metalle aus elektronischen Geräten wiederzuverwerten, statt sie in Müllverbrennungsanlagen zu kippen, wo sie als Gefahrenstoffe in den Filteranlagen landen, mit der Folge, dass tonnenweise Filterstaub in Sondermülldeponien wandern.

Olsen berichtet, dass man beim Haushaltsmüll in der Kommune Tondern mit einer Wiederverwertungsquote von 50 Prozent bereits zufrieden sein könne. Doch es gebe Spielraum für noch mehr Recycling – was vor allem auch dem Klimaschutz dient. Olsen berichtet, dass man insgesamt gute Erfahrungen mit gemeinschaftlichen Müllbunkern in Altstadtbereichen habe. Es zeige sich aber, dass Haushalte mit eigenen Behältern etwas disziplinierter ihren Abfallfraktionen sortierten als Nutzer von Gemeinschaftsbehältern.

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