Protestaktion

Wildschweinzaun-Badminton

dodo
Pattburg/Padborg
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Seit dem Frühjahr wird der Wildschweinzaun entlang der deutsch-dänischen Grenze aufgestellt. Foto: Peter Hove Olesen / Ritzau Scanpix

Um ihren Unmut über den Wildschweinzaun zu zeigen, haben sich die Jugendparteien aus dem Grenzland etwas Besonderes überlegt.

Vom Wildschweinzaun halten die jungen SPitzen, die Jugendpartei der Schleswigschen Partei, und „SSW Ungdom“, die Jugendpartei des Südschleswigschen Wählerverbandes, nicht besonders viel.

Um ihrem Unmut Luft zu machen, haben sie sich nun gemeinsam eine besondere Protestaktion ausgedacht: die „Grænszaun Games“.
„Wir wünschen uns ein offenes Europa, ohne bewachte Grenzen – und auch ohne Zäune“, sagt der Vorsitzende der jungen SPitzen, Tobias Klindt. Der Wildschweinzaun sei ein schlechtes Zeichen, zudem habe er viele frei gelassene Löcher und erfülle so überhaupt nicht den Zweck, wegen dem er aufgestellt wurde, so Klindt.

Um auf ihren Ärger aufmerksam zu machen, treffen sich die Jugendabteilungen der beiden Minderheitenparteien aus dem Grenzland und wollen über den Wildschweinzaun Badminton, Volleyball und Fußballtennis spielen. Das Motto: „Einen Zaun können sie bauen – aber uns nicht voneinander trennen“.

Die Aktion findet im Kristiansmindevej 1 (Pattburg) bei Ellund statt. Auf dem Feld eines Bauern. „Ihn von der Sache zu überzeugen, war total einfach. Er hält genauso wenig von dem Wildschweinzaun wie wir. Sein Hof ist von drei Seiten vom Zaun umgeben“, berichtet Tobias Klindt.
Die „Grænszaun Games“ beginnen am Sonnabend, 18. Mai um 16 Uhr. Je nachdem, wie viele Teilnehmer sich auf dem Feld zusammenfinden, soll es verschiedene Turniere in den drei Sportarten geben.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Kalte Getränke und Würste vom Grill sollen für die nötige Stärkung nach dem Sport sorgen. „Alle Jugendlichen, die gerne an dem Event teilnehmen möchten, sind herzlich eingeladen“, so Tobias.

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