Kundgebung

„Setz dich (r)ein“: Demo gegen Atomschutt-Lagerung in Harrislee

Demo gegen Atomschutt-Lagerung in Harrislee

Demo gegen Atomschutt-Lagerung in Harris

Pattburg/Padborg
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Gegen eine eventuelle Lagerung von Kraftwerksschutt in Harrislee nahe der dänischen Grenze wird Ende Oktober erneut demonstriert. Foto: kjt

Die Bürgerinitiative „Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee“ plant für den 31. Oktober eine Protestaktion gegen das Deponieren von Schutt aus zurückgebauten Atomkraftwerken in Harrislee nahe der dänischen Genze.

Erst kürzlich hat auf Initiative der Konservativen Partei in der Kommune Apenrade (Aabenraa) am Genzübergang Pattburg eine Kundgebung stattgefunden, um gegen die im Raum stehende Lagerung von Schutt aus dem Rückbau stillgelegter deutscher Atomkraftwerke zu protestieren.

Eine Lagerung könnte laut Beschluss der schleswig-holsteinischen Landesregierung auf der Deponie Balzersen in Harrislee in unmittelbarer Nähe zu Dänemark in Betracht kommen.

Für Sonnabend, 31. Oktober, plant nun die Bürgerinitiative „Atommüll Endlagerung Stopp Harrislee“ auf deutscher Seite eine Protestaktion. Ab 11 Uhr soll an der Deponie Balzersen am Mühlenweg 1 bei Harrislee mit einer Fahrzeugkolonne gegen eine Lagerung von Bauschutt demonstriert werden. Auch Fahrzeuge aus Dänemark sind dabei willkommen.

Viele sind dagegen

Die Protestgruppe stützt sich unter anderem darauf, dass sowohl die Gemeinden Harrislee und Handewitt, die Stadt Flensburg, die dänische Nachbarkommune Apenrade als auch die Betreiber der Deponie Balzersen eine Lagerung des Bauschutts ablehnen.

„Setz dich (r)ein“, nennt die Bürgerinitiative die Aktion, bei der Teilnehmer aufgefordert werden, mit Auto, Lkw, Trecker, Fahrrad, Lastenrad oder mit anderen Fahrzeugen zu erscheinen, um die Zufahrtsstrecke zur Deponie zuzuparken. Wegen des Reformationstages ist der Betrieb geschlossen.

Initiator der Demo Ende Oktober ist die Bürgerinitiative „Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee". Foto: DN (Bildschirmfoto)

„Mit dieser corona-konformen Aktion senden wir ein deutliches Signal ans Umweltministerium in Kiel und die Atomkonzerne“, so die Bürgerinitiative, die das Ereignis mit einer Drohne aufnehmen und die Bilder der Protestaktion dann an die Entscheidungsträger in Kiel weiterleiten wird.

Die Fahrzeugdemo wird rund zwei Stunden dauern und von Ordnungsbehörden und Polizei begleitet. Eine Anmeldung ist laut Bürgerinitiative nicht zwingend erforderlich, wäre für die Organisation aber hilfreich. Eine Anmeldung kann über die Homepage www.baesh.de erfolgen.

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