Wirtschaft und Covid-19

Nicht alle Mitarbeiter der Elementfabrik schafften es über die Grenze

Nicht alle Mitarbeiter schafften es über die Grenze

Nicht alle Mitarbeiter schafften es über die Grenze

Tingleff/Tinglev
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Nicht alle in Deutschland wohnhaften Mitarbeiter der Tingleffer Elementfabrik erschienen am Montag zur Arbeit. So mancher hatte den neuerdings erforderlichen Corona-Test nicht rechtzeitig besorgen können, um nach Dänemark einzureisen. Foto: Claus Thorsted/„JydskeVestkysten"

Corona-Test nicht rechtzeitig besorgt: Wegen neuer Corona-Restriktionen für die Einreise nach Dänemark musste so mancher deutscher Arbeitnehmer der Tingleffer Elementfabrik „Contiga“ am Montag blau machen. Das Unternehmen lässt nun auf dem Firmengelände die erforderlichen Tests durchführen.

Da war Eile für die vielen in Deutschland wohnhaften Mitarbeiter der Tingleffer Elementfabrik geboten, als am Freitag die Bestimmungen für die Einreise nach Dänemark verschärft wurden.

Es musste ganz schnell ein Corona-Test mit negativem Ergebnis her, um am Montag zur Arbeit zu kommen, denn auch Grenzpendler aus Schleswig-Hostein mit einer Beschäftigung in Dänemark müssen ab jetzt einen Corona-Test vorzeigen. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein und gilt maximal eine Woche.

Nicht jedem Mitarbeiter von Contiga gelang es, am Wochenende einen erforderlichen Test vornehmen zu lassen.

„Etwa 20 bis 30 unserer 200 deutschen Mitarbeiter konnten heute (Montag, red. Anm.) nicht zur Arbeit erscheinen“, berichtet Karsten Rewitz, Direktor der Tingleffer Elementfabrik, die insgesamt rund 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Nach Bekanntwerden der neuen Restriktionen am Freitag habe man umgehend versucht, so viele Mitarbeiter wie möglich zu erreichen und auf die neue Ausgangslage aufmerksam zu machen. „Wir haben vor allem die Mitarbeiter in Schlüsselpositionen darauf hingewiesen, und es hat mit deren Tests zum Glück geklappt“, so Rewitz.

Teststation auf dem Fabriksgelände

Um erst einmal keine Probleme mehr mit den Tests und der Grenzpassage der Mitarbeiter aus Deutschland zu bekommen, „haben wir mit Falck die Vereinbarung getroffen, dass sie mit einem Testmobil regelmäßig auf unseren Firmenparkplatz kommen“, ergänzt Rewitz.

Ein Test kostet etwa 300 Kronen. Die Ausgaben werde die Firma übernehmen. Gut und gern 70.000 Kronen die Woche werde es kosten, so der Direktor der Fabrik, die zum deutschen Konzern „HeidelbergCement AG“ gehört.

Direktor Karsten Rewitz in einer Produktionshalle der Tingleffer Elementfabrik Contiga. Am Mads Clausen Vej wird demnächst eine ganz neue Produktionslinie für die Herstellung von fertigen Fassadenelementen gestartet. Foto: Poul F. Skønt/„JydskeVestkysten" (Archiv)

Dass sich die Regierung zur Verschärfung der Einreisebestimmungen veranlasst gesehen hat, verurteilt Karsten Rewitz trotz der Beeinträchtigungen für seinen Betrieb mit vielen deutschen Arbeitern nicht.

„Ich finde, die dänische Regierung hat bislang vernünftig auf die Krise reagiert, und das finde ich immer noch“, sagt der Direktor.

Er hätte sich allerdings gewünscht, dass die Testpflicht für alle, die die Grenze nach Dänemark zwecks Arbeit passieren möchten und müssen, mit etwas mehr Vorlaufzeit angeordnet worden wäre.

Es hätte nicht schon am Montag, sondern frühestens am Dienstag in Kraft treten sollen, so der Direktor.

Wir haben vor allem die Mitarbeiter in Schlüsselpositionen darauf hingewiesen, und es hat mit deren Tests zum Glück geklappt.

Karsten Rewitz

Mitarbeiter der Elementfabrik, die wegen eines fehlenden Tests am Montag nicht zur Arbeit erschienen, bekommen für den Tag voraussichtlich keinen Lohn.

„Es wäre all denjenigen gegenüber ungerecht, die sich das ganze Wochenende über um einen Test bemüht haben“, so Rewitz.

Viel zu tun

Er drückt die Daumen, dass die Belegschaft künftig wieder vollzählig erscheint, denn zu tun gibt es aufgrund neuer Aufträge genug.

„Insbesondere ab dem kommenden Frühjahr sieht es gut aus. Es stehen ganz neue Projekte an, und wir suchen laufend neue Mitarbeiter“, so der Direktor.

Gespannt ist man in der Fabrik am Mads Clausens Vej vor allem auf eine ganz neue Produktionsform.

„Wir werden erstmals komplette Elemente herstellen – Betonelemente mit fertiger Fassade“, berichtet Rewitz.

Für die neue Art der Elementherstellung ist ein Umbau von Fabrikstrakten am Mads Clausens Vej in die Wege geleitet worden.

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