Immobilienmarkt

Hauskauf in Dänemark ist wieder einfacher

Hauskauf in Dänemark ist wieder einfacher

Hauskauf in Dänemark ist wieder einfacher

Pattburg/Padborg
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Die jüngsten Probleme für EU-Bürger beim Hauskauf in Dänemark scheinen ausgeräumt zu sein. Foto: DN (Archiv)

Die bürokratischen Hürden in Dänemark für Immobilienkäufer aus dem EU-Ausland scheinen ausgeräumt. Das Maklerbüro „Nybolig“ aus Pattburg freut sich, dass deutsche Staatsbürger wieder unkompliziert ein Haus erwerben können, vermisst aber immer noch eine freundliche Behandlung in der zuständigen Behörde.

Vor allem bei Maklern im Grenzgebiet kam Frust auf, als der Immobilienkauf für EU-Bürger wegen veränderter Vorgehensweise der dänischen Behörden erschwert wurde.

Deutsche Kunden gehören im Grenzland zu einem großen Kundenstamm. So auch bei der Pattburger Maklerfirma „Nybolig“. Umso erleichterter ist man hier, dass der Unmut und die Proteste, die mit angeschoben wurden, zu einer bürokratischen Kehrtwende geführt haben.

Interessenten aus Deutschland kann nun wieder ohne kompliziertes Verfahren eine Immobilie vermittelt werden.

Keine Registrierung

Problematisch wurde es, als Hausinteressenten auf einmal nicht mehr so einfach oder gar nicht an eine EU-Aufenthaltsregistrierung kamen, die eine Voraussetzung für den Immobilienkauf in Dänemark war.

Ein Kaufvertrag reichte nicht mehr aus, um eine Aufenthaltsregistrierung und eine CPR-Nummer (Identifikationsnummer) zu erhalten, mit denen der Immobilienkauf und der Umzug über die Bühne gehen konnten.

Die Behörde „Styrelsen for International Rekruttering og Integration“ (SIRI), die diesen Verwaltungsbereich 2019 von der Staatsverwaltung übernahm, legte die Sachlage anders aus.

Um für eine EU-Aufenthaltsregistrierung infrage zu kommen und eine Immobilie kaufen zu können, wurde ein Wohnsitz oder zumindest eine Anwesenheit in Dänemark vorausgesetzt. Ein Haus zu kaufen, um daraufhin nach Dänemark zu ziehen, war nicht möglich.

Erleichterung in der Maklerszene

„Die Praxis hat sich zum Glück wieder geändert“, sagt Lena Dahlgaard, Miteigentümerin des Pattburger Maklerbüros „Nybolig“.

Inzwischen kommen Hauskäufer aus dem EU-Ausland wieder einfacher an eine CPR-Nummer, mit der der Immobilienhandel abgeschlossen werden kann.

Das sei auf der einen Seite sehr erfreulich, so Lena Dahlgaard. Auf der anderen Seite erlebe sie leider nach wie vor, dass ausländische Kunden bei der Behörde SIRI nicht gerade wohlwollend behandelt werden. Der Antrag auf eine Aufenthaltsregistrierung gestalte sich immer noch schwierig – auch nach einem Hauskauf.

„Kunden fühlen sich nicht willkommen. Das ist, gelinde gesagt, bedauerlich und sollte so nicht sein“, so Dahlgaard mit der Hoffnung, dass sich auch hier etwas ändern wird.

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