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Zuschuss für Fischräucherei in Renz

Zuschuss für Fischräucherei in Renz

Zuschuss für Fischräucherei in Renz

Renz/Rens
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Henk Muus Meyer an einem seiner Angelseen Foto: Sven Geißler/Flensborg Avis (Archiv)

Jungunternehmer Henk Muus Meyer kann mit einer Landdistriktförderung von knapp 160.000 Kronen für ein Projekt in der Renzer Fischzucht rechnen. Geplant ist dort eine eigene Räucherei.

Vorerst sei angepeilt, zehn Tonnen Forellen pro Jahr selbst zu verarbeiten, so Fischzucht- und Angelseebetreiber Henk Muus Meyer zum „Nordschleswiger“.

Selbst „verarbeitet“ heißt schlachten, räuchern und im eigenen Laden oder über Lieferung an Geschäfte verkaufen. Auch der Vertrieb ökologischer Fische ist vorgesehen. Der Plan für eine Fischschlachter- und Räucherei auf dem Gelände der Renzer Frischzucht steht.

Zur Freude des Jungunternehmers, der in Deutschland drei Angelseen (Barderup, Nordhackstedt und Ahrenviöl) betreibt und 15 andere Angelseen mit Forellen aus der Zucht in Renz beliefert, winkt ein Zuschuss in Höhe von 160.000 Kronen aus dem Landdistriktförderpool „LAG“ (Lokal Aktionsgruppe) der Region Sonderburg-Apenrade (Sønderborg/Aabenraa).

Anträge für 3,5 Millionen Kronen

Der LAG-Vorstand hat sich für die Vergabe der Förderung an Muus Meyer und dessen Firma „Rens Forellen ApS" ausgesprochen. Eingegangen waren Anträge mit einem Volumen von 3,5 Millionen Kronen. Zur Verfügung stehen laut LAG allerdings nur 1,25 Millionen Kronen.

Mit den knapp 160.000 Kronen können rund 40 Prozent der Kosten für das Schlachter- und Räucherprojekt in Renz gedeckt werden.

„In der einen Halle hat es früher schon mal eine Räucherei gegeben. Anschlüsse und vieles andere sind noch vorhanden. Der Aufwand ist überschaubar“, so Henk Muus Meyer, der nur noch auf die Baugenehmigung wartet, ehe es mit dem Einrichten der Räucherei losgehen kann.

Die Öffnungszeiten des „Hofladens“ habe er noch nicht festgelegt, so der 23-Jährige. Unklar ist auch noch, ob er zusätzliche Kräfte einstellen wird. Das werde von der tatsächlichen Nachfrage abhängen.

Henk Muus Meyer hat einen Teil der Fischzucht gepachtet und produziert nach eigenen Angaben rund 100 Tonnen Fisch im Jahr.

Der Rest der Anlage, die seit 2005 ausschließlich mit Grundwasser anstatt mit Auwasser betrieben wird, bringt es auf 600 Tonnen.

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