Familientradition

Weihnachtsfest: Vier Generationen und eine variable Ente

Weihnachtsfest: Vier Generationen und eine variable Ente

Weihnachtsfest: Vier Generationen und eine variable Ente

Ekensund/Egernsund
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Gerhardt und Inge Jepsen mit ihrer Enkeltochter Cathrine beim Adventscafé Foto: Karin Riggelsen

Drei Häuser nebeneinander und eine große Familientradition: In Ekensund feiern vier Generationen der Jepsen-Familie Weihnachten zusammen. Von der zweijährigen Urenkelin bis zum 89-jährigen Uropa.

Drei Häuser, vier Generationen und eine große Familie: An der Sundgade in Ekensund feiert die Familie Jepsen das Weihnachtsfest im Familienverbund. Mit geplant neun Personen kann die Familienfeier auch in diesem Jahr coronagerecht durchgeführt werden, und als „Familien-Herde“ sind die Jepsens seit Ausbruch der Pandemie ohnehin eine eingeschworene Gemeinschaft.

Das Besondere an dieser Familie: Die Jepsens leben in drei Häusern nebeneinander.

Seit 1953 wohnt Gerhardt Jepsen im Haus an der Sundgade 10, das einst sein Großvater Heinrich Schumann erbauen ließ. 1955 kam Gerhardts Ehefrau Inge hinzu. 2006 zog Tochter Gertraudt ins Haus an der Sundgade 8. Und 2016 zog Enkelin Lene Jepsen mit ihrer Familie in das Haus Nummer 6 nebenan ein.

Die drei Häuser an der Sundgade werden von einer Familie bewohnt. Foto: Karin Riggelsen

„Als das Haus zum Verkauf stand, habe ich zu meinem Mann Daniel gesagt: Ich habe unser Traumhaus gefunden. Aber es liegt direkt neben deiner Schwiegermutter“, lacht die 34-jährige Lene Jepsen. Und Ehemann Daniel Staugaard, Venstre-Stadtratsmitglied und Familienvater, fügt schmunzelnd hinzu: „Ich konnte das Potenzial des Hauses durchaus sehen. Auch wenn ich nie gedacht habe, dass ich mal in Ekensund leben würde“, so der Wester-Satruper. Mit der Schwiegermutter gebe es übrigens keine Probleme, „wir haben unsere Grenzen alle gesund gesetzt“, sagt Lene Jepsen.

Das Gartengrundstück direkt an der Flensburger Förde sprach für sich, aber auch die Nähe zur Familie. „Im Alltag ist das wirklich wertvoll“, sagt Lene Jepsen. „Und wir können jetzt auch mal schnell bei Oma und Opa sein, wenn Hilfe nötig ist.“

Lene, Cathrine und Inge Jepsen Foto: Karin Riggelsen

Weihnachten wird an der Sundgade 6 bis 10 traditionell gemeinsam gefeiert. In diesem Jahr ist auch Lenes Onkel Heinrich mit seinem Sohn Elias mit von der Partie. Beide leben normalerweise in Hongkong, doch Elias besucht seit dem Sommer die internationale Schule in Sonderburg. „Das ist das erste Mal seit 1985, dass ich Weihnachten in Ekensund feiere“, freut sich Heinrich Schumann Jepsen.

Nachdem das Weihnachtsfest jahrelang in der verglasten Stube der Großeltern gefeiert wurde, findet es seit einigen Jahren an der Sundgade 6 statt. Nach dem Familienbrunch bei seiner Mutter steht Daniel Staugaard ab 15 Uhr in der Sundgade in der Küche. Es gibt Weihnachtsente „in immer wieder anderen Variationen“, und Oma Inge liefert die Beilagen.

Cathrine, Daniel Staugaards Sohn Anton, Lene, Daniel, Gerhardt und Inge an der Adventstafel im Wintergarten Foto: Karin Riggelsen

Es ist ein Weihnachtsfest zwischen deutschen und dänischen Traditionen. Es erklingen Lieder in beiden Sprachen, es gibt ein Mandelgeschenk und „Besserwisser“-Runden, und den Tannenbaum ziert ein diskreter Dannebrog. „Da gab es dann doch ein paar Diskussionen, aber wir haben einen guten Kompromiss gefunden“, verrät Lene Jepsen, die am 25. Dezember Geburtstag hat. Tochter Cathrine wird am 26. Dezember zwei Jahre alt. 87 Jahre Lebenszeit liegen zwischen ihr und dem Uropa.

Cathrine und Elias, der in diesem Jahr in Ekensund statt in Hongkong Weihnachten feiert. Foto: Karin Riggelsen

„Es ist einfach schön, seine Familie um sich zu haben, und wir genießen es sehr. Es ist schon besonders, wenn Urenkel und Uropa zusammen Weihnachten feiern können“, sagt Lene Jepsen.

Weihnachten sei irgendwie immer gleich geblieben, findet Gerhardt Jepsen. „Weihnachten hat sich nicht verändert, aber wir haben uns verändert“, lacht der Uropa. Und so wird es auch in diesem Jahr ein ganz normales besonderes Weihnachtsfest an der Ekensunder Sundgade geben.

Familienmomente zwischen Urgroßeltern und Urenkelin Foto: Karin Riggelsen
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