Gastronomie

Neustart im Multikulturhaus: Café Kjukken eröffnet

Neustart im Multikulturhaus: Café Kjukken eröffnet

Neustart im Multikulturhaus: Café Kjukken eröffnet

Sonderburg/Sønderborg
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Jan Bansø in seinem neuen gastronomischen Betrieb, dem Café Kjukken im Sonderburger Multikulturhaus Foto: Sara Wasmund

Nach monatelangem Leerstand gibt es ab Freitag wieder ein gastronomisches Angebot im Sonderburger Multikulturhaus. Pächter Jan und Maria Bansø eröffnen das Café Kjukken.

Das Teelicht auf dem runden Cafétisch leuchtet heller als die Novembersonne, die hinter dem grauen Wolkenhimmel kraftlos über den nördlichen Wendekreis kriecht. Während es hinter den hohen Glasfenstern direkt neben dem Alsensund vor sich hin nieselt, richtet Jan Bansø sein neues Café ein. Neue Sets für die Tische, außerdem Teelicht und Blumen. Große Pflanzenbögen zieren den ganzen Raum.

Monatelang stand das Café im Herzen des Multikulturhauses leer, am Freitag um 9 Uhr öffnet Jan Bansø mit seiner Frau Maria das Café Kjukken. Rund ein Jahr lang haben die beiden Gastronomen das Restaurant im Alten Rathaus in Gravenstein (Gråsten) betrieben, jetzt beginnen die Bansøs am Sonderburger Stadthafen von vorne.

Vom Morgenkaffee zur Käseplatte

„Das hier ist ein spannendes Konzept, ein offenes Café für die Bürger, eine fantastische Lage direkt am Alsensund und eine entspannte Atmosphäre, das passt gut zu meinem Alter“, lacht der 47-Jährige.

Das Café Kjukken öffnet morgens um 9 Uhr mit frischen Brötchen, Croissants und Kaffee. Auf der Mittagskarte stehen Smørrebrød und belegte Brote, „Stjerneskud“ und Frokostplatten. Nachmittags gibt es selbst gebackene Kuchen und handgefertigte Süßigkeiten, Desserts und Käseplatten.

Noch sind die meisten Tische im Cafébereich leer, bis zur Eröffnung am Freitag werden sie alle neu dekoriert und eingedeckt. Foto: Sara Wasmund

Die Preise sind moderat. Ein Kaffee kostet 20 Kronen, und eine Frokost-Platte gibt es ab 50 Kronen. Die Bansøs pachten das Café von der Kommune Sonderburg, sie stehen für Einrichtung und Betrieb.

Selbstbedienung gehört der Vergangenheit an

Das Neue im Café: Die Gäste werden an den Tischen bedient. „Selbstbedienung war für mich nie eine Option. Ich finde, das gehört zum Service dazu“, sagt Jan Bansø, der hauptsächlich mit regionalen Lieferanten zusammenarbeitet, wie mit einem lokalen Bäcker, dem Haderslebener Getränkelieferanten Fuglsang oder der Mosterei Ryesminde auf Alsen.

Das Café hat Platz für rund 50 Personen. „Es ist eine der schönsten Lagen in ganz Sonderburg, und wir freuen uns auf die neue Aufgabe“, sagt Jan Bansø.

Die Speisekarten stehen bereit. Foto: Sara Wasmund

Insgesamt vier Vollzeitkräfte werden den Cafébetrieb von 9 bis 20 Uhr ausführen, sonntags von 9 bis 16 Uhr. Die Mitarbeiter nimmt Bansø mit aus dem Alten Rathaus in Gravenstein, wo der Betrieb schließt. „Wir fangen mit diesen Öffnungszeiten an, und dann machen wir unsere Erfahrungen und sehen, wo der Bedarf liegt“, so Bansø.

Am Wochenende gibt es einen Brunch – auch zum Mitnehmen, zum Auftaktwochenende gibt es ein besonderes Angebot.

Benannt nach Kim Larsens Band

Das Café ist nach dem Namen der Band von Kim Larsen benannt. „Mein Sohn ist gerade dabei, in Odense alte LPs und Plakate zu finden, die wir im Café aufhängen wollen. Wir fanden, der Name passt gut zu einem Café in einem Kulturhaus“, so Bansø. Dann macht er weiter mit dem Einrichten.

Das Teelicht spiegelt sich in den hohen Fenstern, während der Alsensund bleigrau vorbeifließt. Im Sommer kommt für Gäste die Terrasse direkt am Wasser hinzu, doch bis die Sonne wieder wärmt, machen es die Bansøs sich und den Gästen im Inneren gemütlich.

Hier geht es zur Internetseite des Cafés: cafekjukken.dk

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