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Zweisprachigkeit: „Es gibt nur Vorteile”

Zweisprachigkeit: „Es gibt nur Vorteile”

Zweisprachigkeit: „Es gibt nur Vorteile”

DN
Apenrade/Aabenraa
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Käthe Nissen
Käthe Nissen vom Deutschen Schul- und Sprachverein sieht nur Vorteile bei der Zweisprachigkeit. Foto: DN-Archiv

Zwei Sprachen zu können im deutsch-dänischen Grenzland nur von Vorteil, meint Käthe Nissen, Pädagogisch-Administrative Konsulentin beim Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig und dort unter anderem mitverantwortlich für Sprachenkonzept und Minderheitenpädagogik.

Ist es ein Vorteil, im Grenzland mehrere Sprachen zu sprechen, oder sollte man sich lieber auf eine Sprache spezialisieren, mit der man sich identifiziert?
„Ich finde, im Grenzland sollte man unbedingt mindestens zwei Sprachen sprechen. Die eigene Landessprache, aber auch die Nachbarsprache“, sagt sie und weist auf die vielen Berührungspunkte und die Nähe zum Nachbarland hin.

Sprechen Menschen aus dem Grenzland Deutsch beziehungsweise Dänisch auf einem schlechteren Niveau als Menschen aus anderen Gebieten der jeweiligen Länder?
„Ich glaube, dass die Dänen ein bisschen besser Deutsch sprechen als umgekehrt. Hier in Dänemark macht man einen ganz frühen Einsatz in den Schulen. Hier ist es obligatorisch, Deutsch zu lernen, in den meisten dänischen Schulen in Nordschleswig schon ab der ersten Klasse. Das ist südlich der Grenze nicht so.“

Was sind die Herausforderungen, zwei Sprachen zu sprechen beziehungseise zweisprachig zu sein?
„Wenn man tatsächlich zweisprachig ist, also mit zwei Sprachen aufgewachsen ist, so wie die Schüler in den Minderheitenschulen, dann gibt es weder Herausforderungen noch Nachteile. Es gibt nur Vorteile.“

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“