Mobilität

Weniger Autoverkäufe in Nordschleswig

Weniger Autoverkäufe in Nordschleswig

Weniger Autoverkäufe in Nordschleswig

Apenrade/Aabenraa
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In Nordschleswig und Süddänemark fanden im Februar dieses Jahres nur 1.786 Autos einen neuen Besitzer. Foto: De Danske Bilimportører

Im Februar dieses Jahres ist die Zahl der verkauften Autos in Nordschleswig und Süddänemark im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 42,7 Prozent gesunken. Damit fällt der Rückgang stärker aus als im Landesdurchschnitt.

Ganze 42,7 Prozent weniger Neuwagen sind im Februar dieses Jahres in Nordschleswig und Süddänemark im Vergleich zum Februar vergangenen Jahres angemeldet worden. Damit haben im Februar nur 1.786 Autos einen neuen Besitzer gefunden, während es ein Jahr zuvor noch 3.117 Neubesitzer in Nordschleswig und Süddänemark gegeben hat.

Landesweiter Rückgang

Der Rückgang in Nordschleswig und Süddänemark entspricht dem landesweiten Trend, demzufolge die Zahl der verkauften Neuwagen im Februar um 33,9 Prozent zurückgegangen ist, verglichen mit dem Februar im vergangenen Jahr. Landesweit wurden somit nur noch 9.912 Fahrzeuge neu im Februar registriert. Vergangenes Jahr waren es 15.003 Neuwagen.

Dennoch fällt der Rückgang in Nordschleswig und Süddänemark noch markanter aus als im Landesdurchschnitt.

Corona und zähe Verhandlungen über Abgaben als Ursache

Die Ursache für die stark gesunkenen Verkaufszahlen sieht die Branchenorganisation „De Danske Bilimportører“ im Shutdown des Einzelhandels, von dem auch die Autohändler betroffen waren. Dies verhinderte potenzielle Käufer, sich über einen Neuwagen bei einem Autohändler vor Ort zu informieren.

Alternativen wie Vorführungen zu Hause und Probefahrten von der eigenen Adresse ausgehend konnten den Rückgang an Kunden nicht auffangen.

Neben den Schließungen der Verkaufslokale aufgrund des Corona-Virus führt die Branchenorganisation auch die Verhandlungen über neue Steuern und Abgaben, die sich im vergangenen Herbst in die Länge gezogen hatten, als Grund für den Rückgang an.

Freude über Wiedereröffnung

Aus diesem Grunde freut sich die Branchenorganisation über die Wiederöffnung des Einzelhandels. „Mit der Wiederöffnung können die Autohändler in Nordschleswig und Süddänemark beginnen, die in den Wintermonaten erlittenen Umsatzrückgänge wieder aufzuholen. Die Wiederöffnung im vergangenen Sommer hat gezeigt, dass die Kunden zügig zurückkehren, sobald die Händler wieder ihre Türen öffnen dürfen“, sagt Mads Rørvig, Direktor für „De Danske Bilimportører“.

Auf niedrigem Niveau halten die batteriebetriebenen Fahrzeuge trotz der gesunkenen Verkaufszahlen ihr Absatzniveau. Somit waren im Februar knapp 4 Prozent aller neu registrierten Autos elektrisch angetriebene Fahrzeuge, ein Wert, der sich gegenüber dem Februar des Vorjahres nicht geändert hat.

Für Mads Rørvig ist dies beeindruckend und ein Zeichen für ein großes Vertrauen vonseiten der Verbraucher.

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