„KursKultur“

Geld für Projekte zu Dänisch und Deutsch als Nachbarsprachen

Geld für Projekte zu Dänisch und Deutsch als Nachbarsprachen

Geld für Projekte zu Dänisch und Deutsch als Nachbarsprachen

DN
Pattburg/Padborg
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Damit wir einander auch grenzüberschreitend verstehen, gibt die Europäische Union über Interreg und „KursKultur“ Geld für Sprachinitiativen. Zum Beispiel ein Mitmach-Theaterstück für Kinder.

Die beiden Figuren Hanna aus Flensburg und Mikkel aus Gravenstein (Gråsten) sind inzwischen vielen Kindern beiderseits der deutsch-dänischen Grenze ein Begriff. Hanna aus Flensburg und Mikkel aus Gråsten haben die Kinder schon in die Welt des Kochens und Backens („Rødgrød & Rübenmus“), in die Geschichte der Region („Die Zeitreise/Tidsrejsen“) und in die Natur der Grenzregion mit spannenden Experimenten („Kaulquappe & Bænkebider“) eingeladen. Nun soll es ein viertes Heft geben, in dem die beiden Figuren Kinder auf die Bühne locken und man sich dabei spielerisch auf Deutsch und Dänisch nähern kann.

Das neue Hanna- und Mikkel-Heft soll zum Frühjahr 2021 erscheinen und zusätzlich zur deutsch-dänischen Drehbuchanleitung auch Szenenbilder zur direkten Verwendung in einem Theaterstück liefern. Geld dafür hat kürzlich der „Sprachenpool“ des Interreg-Projektes „KursKultur“ bewilligt.

Die beiden anderen Projekte sind zum einen vielseitig verwendbare Sprachmaterial- Schablonen für die Erwachsenenbildung im Bereich Integration und Arbeitsmarkt (durchgeführt von der Süddänischen Uni). Zum anderen sind sie eine Sammlung von dänischen literarischen und anderen Texten für den Dänischunterricht in der Abiturstufe an deutschen Gymnasien und Berufsschulen (durchgeführt von einem Lehrerteam). Alle drei Projekte haben gemeinsam, dass sie nicht losgelöst mit einer Sprache arbeiten, sondern bewusst den Nachbarsprachenkontext einbeziehen. Hierbei spielen persönliche Begegnungen eine große Rolle, aber auch Vergleiche der Sprachen und Kulturen untereinander, die somit Berührungspunkte geben und ein leichteres Annähern zueinander ermöglichen.

Wer Ideen hat, wie das Motto „Eine Nachbarsprache sollte keine fremde Sprache sein“ gut umgesetzt werden kann, der sollte sich auf der Internetseite von „KursKultur“ umsehen. Dort gibt es ausführliche Informationen und auch gleich schon ein Antragsformular.

Die nächste Antragsfrist endet am 18. September 2020.

Hintergrund

Der Sprachenpool ist neben dem Kultur- und Netzwerkpool, dem Transportpool und dem Sofortpool der vierte Förderpool des deutsch-dänischen Interreg-Projekts „KursKultur 2.0“ mit einer Laufzeit bis Mitte 2022. Die Sprachprojektförderung beinhaltet die Finanzierung von Materialien, Honoraren, Transport und anderen Ausgaben. Wichtig jedoch ist vor allem, dass die Antragsteller mit den Sprachprojekten keine kommerziellen Absichten verfolgen und die Ergebnisse kostenlos für alle Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

KursKultur 2.0“ wird finanziell unterstützt durch die Partner der Region Sønderjylland-Schleswig, die regionalen Sportverbände, UC Syddanmark, Europa-Universität Flensburg, Professionshøjskolen Absalon, Museum Lolland-Falster, Næstved Kommune, Museum Sønderjylland, das dänische Kulturministerium sowie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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