Sozialstätte Parasollen

Vorsichtige Wiederöffnung, aber nichts ist ganz wie früher

Vorsichtige Wiederöffnung, aber nichts ist ganz wie früher

Vorsichtige Wiederöffnung, aber nichts ist ganz wie früher

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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In Zeiten von Corona öffnete der Treffpunkt an der Lavgade am Montag. Die Stätte steht vorerst nur einer begrenzten Anzahl von Nutzern zur Verfügung. Foto: Karin Riggelsen

In Zeiten von Corona öffnete der Treffpunkt an der Lavgade am Montag. Die Stätte steht vorerst nur einer begrenzten Anzahl von Nutzern zur Verfügung.

Bei der vorsichtigen Wiederöffnung in Verbindung mit der Corona-Pandemie hat die Sozialstätte Parasollen am Montag einen Teil ihrer gewohnten Aktivitäten aufgenommen. „Aber nichts ist ganz wie früher“, sagt Caféleiterin Lene Margård Pedersen.

Sitzplätze und Öffnungszeit sind reduziert

In Zeiten von Corona sind die Sitzplätze im Café reduziert worden. „Im Café ist Platz für 15 Gäste und im Innengarten können sich sechs Gäste aufhalten“, erzählt Margård Pedersen. In der ersten Woche der Wiederöffnung wird das Café von 10 bis 14 Uhr geöffnet sein. Am Christi Himmelfahrtstag, 21. Mai, ist Ruhetag.

Sozialstätte spendierte Brötchen und Sahnetorte

„Vor der Corona-Pandemie hatten wir täglich etwa 40 bis 50 Nutzer. Jetzt muss ein Abstand von einem Meter zu anderen Menschen eingehalten werden. Deswegen werden wir erst mal nur 15 Gästen gleichzeitig Zutritt gewähren können“, erzählt Margård Pedersen.

In den Vormittagsstunden war der Andrang kaum so groß. Um die Mittagszeit, als Hacksteak auf dem Menü stand, kehrten die Nutzer nach und nach ein. „Wir feiern die Wiederöffnung und spendieren Brötchen und Sahnetorte“, erzählt Lene Margård Pedersen.

Rücksichtnahme auf die anderen Gäste und gute Handhygiene sind das A und O in der Sozialstätte. Damit so viele Nutzer wie möglich zum Essen vorbeischauen können, legt Margård Pedersen ihren Gästen nahe, nach dem Essen zu gehen.
„Man kann nach wie vor Take-away kaufen“, erklärt die Leiterin. Die Sozialstätte hat während der coronabedingten Auszeit Essen zubereitet und ausgeliefert. Des Weiteren haben Lene Margård Pedersen und ihre Mitarbeiter versucht, den Nutzern des Hauses das Leben etwas zu erleichtern, indem unter anderem gemeinsame Spaziergänge organisiert wurden. „Wir haben auch richtig viel mit Nutzern, die das Gespräch suchten, telefoniert“, erzählt Lene Margård Pedersen.

Lotte Aakjær sorgt dafür, dass Kartenspiele, Brettspiele und Tischplatten desinfiziert werden. Foto: Karin Riggelsen

Karten und Brettspiele desinfizieren

„Ich bin seit vier bis fünf Jahren ehrenamtlich tätig im Parasollen. Die Auszeit ist nicht schön gewesen und ich freue mich darauf, dass wir nun vorsichtig loslegen“, erzählt die Haderslebenerin Lotte Aakjær. Der Aufgabenbereich der 48-jährigen Frührentnerin änderte sich bei der Wiederöffnung: „Früher stand ich hinter dem Tresen. Jetzt kümmere ich mich um die Hygiene, wische Tischplatten ab und desinfiziere Brettspiele und Kartenspiele“, sagt Lotte Aakjær.

Sozialhilfe auf Rädern

Margård Pedersen ist dankbar dafür, dass ihre Sozialstätte Teil der coronabedingten landesweiten Maßnahme von „KFUM's Sociale Arbejde“ geworden ist. Das soziale Projekt „Akut Social Drive Out“, wird von der Stiftung „Trygfonden“ finanziell unterstützt. Das Projekt zielt darauf ab, dass Mitarbeiter über Land fahren, um Bürgern, die unter der Corona-Krise leiden, vor Ort zu helfen. Am Dienstag, 19. Mai, steuern die Sozialhelfer unter anderem Sommerstedt, Nustrup und Woyens/Vojens an. Einzelheiten zu den Treffpunkten teilt die Sozialstätte mit unter der Telefonnummer 7453 5893.

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