75. Jahrestag

Traditionsreicher Gedenkgottesdienst in kleinem Rahmen

Traditionsreicher Gedenkgottesdienst in kleinem Rahmen

Traditionsreicher Gedenkgottesdienst in kleinem Rahmen

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Garnisonskommandant Oberst Lars Mouritsen Foto: Karin Riggelsen

Das Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung Dänemarks konnte nur mit wenigen Teilnehmern stattfinden. Andacht und Kranzniederlegungen im Dom St. Marien.

Der Gedenkgottesdienst, zu dem das Schleswigsche Infanterieregiment (Slesvigske Fodregiment/SLFR) in Zusammenarbeit mit der Haderslebener Kommune und der Domgemeinde am 5. Mai in den Dom eingeladen hatte, ist Anfang April aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden.

In der Zwischenzeit rückten die Veranstalter ein klein wenig von ihrer damaligen Absage ab, und es wurde ein Notplan erarbeitet. Anstatt den 75. Jahrestag der Befreiung Dänemarks vom Hitler-Faschismus mit Repräsentanten des öffentlichen Lebens, der Kirche und der Kaserne zu begehen, versammelte sich eine kleine Delegation zur Andacht, Ansprache und Kranzniederlegung. Unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen hatte die Öffentlichkeit keinen Zutritt zum Dom. Die Zeremonie wurde auf dem SLFR-Facebook-Profil live übertragen.

Dompropst Torben Hjul Andersen Foto: Karin Riggelsen

Feier ohne großes Publikum

Die Corona-Krise und der damit verknüpften Kontaktbeschränkungen erfasst auch historische Erinnerung. Das verdeutlichte sich erneut, als Dompropst Torben Hjul Andersen die Zeremonie in einem fast menschenleeren Dom einleitete.

„Die Befreiung ist nicht vergessen. Wir vergessen nicht die großen Worte und ihre Bedeutung: Frieden, Freiheit und Versöhnung. Viele Menschen haben für diese Werte gekämpft und sind im Kampf gefallen“, so der Dompropst. Hjul Andersen gedachte im Gebet der Verstorbenen. Den Dank verknüpfte Hjul Andersen mit der Hoffnung, dass sich auch in der Gegenwart viele Menschen berufen fühlen sich für den Frieden, die Freiheit und die Versöhnung stark zu machen.

Oberst Lars Mouritsen auf dem Weg zur Kranzniederlegung in der Kapelle. Foto: Karin Riggelsen
Stabsfeldwebel Bent Juhler geht nach über 40 Jahren im Militärdienst demnächst in den Vorruhestand. Die Planung und Durchführung des Lichtfestes und des Gedenkgottesdienstes im Dom gehörten 25 Jahre zu seinem Aufgabenbereich. Foto: Karin Riggelsen

Garnisonskommandant erinnerte an Widerstandskämpfer

Garnisonskommandant Oberst Lars Mouritsen erinnerte unter anderem an die Widerstandskämpfer, die Einsatz leisteten gegen die Besatzungsmacht. Mouritsen richtete auch den Blick auf die Soldaten der Gegenwart, die im Kampf für den Frieden und die Sicherheit, bei internationalen Einsätzen ihr Leben lassen mussten.

Kranzniederlegung in der Kapelle

Trompeter Henrik Rønnow vom Militärensemble SMUK und Domorganist Henrik Skærbæk Jespersen, begleiteten die Zeremonie. Das Programm wurde mit dem Verlesen der Namen der 19 Kameraden des Infanterieregiments, die von 1939 bis 1999 ihr Leben lassen mussten, und einer Kranzniederlegung in der Cederfeld de Simonsen Kapelle, abgeschlossen.

Trompeter Henrik Rønnow und Domorganist Henrik Skærbæk Jespersen gestalteten das Musikprogramm. Foto: Karin Riggelsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die Suche nach der Balance“