Covid-19

Kommune richtet übergangsweise lokale Impfstätten ein

Kommune richtet übergangsweise lokale Impfstätten ein

Kommune richtet übergangsweise lokale Impfstätten ein

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Rolf Dalsgaard Johansen, Direktor der Gesundheitsabteilung der Kommune Hadersleben, wünscht sich auch dauerhaft eine Impfstelle in der Kommune Hadersleben. (Archivfoto) Foto: Ute Levisen

Am Freitag läuft in der Kommune Hadersleben die zweite Impfwelle an. Für diesen Zweck hat die Kommune übergangsweise drei lokale Impfstätten in Gramm, Hadersleben und Woyens eingerichtet.

Bereits Anfang der Woche hatte die Kommune Hadersleben bekannt gegeben, dass an einer lokalen Impfstätte gearbeitet wird, um den Transportaufwand während der zweiten Impfwelle möglichst gering zu halten. Impfen lassen können sich alle über 65-Jährigen, die im Alltag auf die Unterstützung eines mobilen Pflegedienstes angewiesen sind.

In der Domstadtkommune betrifft das etwa 850 Bürger. Während die meisten von ihnen entweder eigenständig oder mit der Hilfe der Angehörigen zur Impfung in eines der zentralen Impfzentren der Region Syddanmark nach Kolding, Rothenkrug (Rødekrø) oder Apenrade (Aabenraa) fahren, können gut 450 Betroffene ab Freitag auch in einer lokalen Impfstätte geimpft werden, wie Rolf Dalsgaard Johansen, Direktor der Gesundheitsabteilung der Kommune Hadersleben, gegenüber dem „Nordschleswiger“ erklärt.

Lokale Impfstätte kommt früher als erwartet

Ursprünglich war die Inbetriebnahme eines lokales Impfzentrums erst für die kommende Woche angepeilt, doch dann sei alles etwas schneller gegangen als erwartet: „Wir haben aktuell alle Hände voll zu tun, die Impfungen in der Kommune zu koordinieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das rechtzeitig hinbekommen. Bisher läuft es sehr gut. Unsere Mitarbeiter telefonieren derzeit alle betroffenen Bürger ab, um Impftermine zu vereinbaren und den Transport zur Impfstätte zu organisieren“, so der Direktor der Gesundheitsabteilung.

In der ersten Impfwelle wurden die Bewohner der Pflegeheime in der Kommune Hadersleben geimpft. Rolf Dalsgaard Johansen war bei der Impfung des ersten Pflegeheimbewohners, Marius Ravn, dabei. (Archivfoto) Foto: Ute Levisen

Die lokalen Impfstätten richten sich an jene Bürgerinnen und Bürger, für die es aufgrund ihres Gesundheitszustandes auch mit der Hilfe von Verwandten eine Herausforderung wäre, eines der zentralen Impfzentren aufzusuchen.

Impfstellen in Gramm, Woyens und Hadersleben

„Wir möchten die Transportwege so kurz wie möglich halten, daher haben wir drei verschiedene Impfstellen eingerichtet“, so Dalsgaard Johansen.

Am Freitag werden die Impfungen gegen das Coronavirus im Freizeitzentrum in Gramm durchgeführt, am Sonnabend im Haderslebener Sportzentrum, und am Sonntag wird in den Woyenser Hallen geimpft.

Wunsch nach permanenter lokaler Impfstätte

Nach derzeitigem Stand der Dinge sollen die lokalen Impfstätten in der Domstadtkommune nach dem Impf-Marathon am Wochenende wieder abgebaut werden. „Es ist jedoch kein Geheimnis, dass wir uns als Kommune auch dauerhaft mindestens ein lokales Impfzentrum wünschen“, meint Rolf Dalsgaard Johansen. Zu groß sei die Gefahr, dass sich Leute nicht gegen das Virus impfen lassen, weil die Anfahrt zum Impfzentrum zu weit ist, gibt der Direktor zu bedenken.

Auch Bürgermeister H. P. Geil (Venstre) steht hinter der Idee einer dauerhaften lokalen Impfstätte, wie er in einer Pressemeldung mitteilt: „Die Sorge, dass die Bürger sich nicht impfen lassen, weil sie dafür zu weit fahren müssten, können wir nur überwinden, wenn wir eine lokale Impfstätte einrichten. Das versuchen wir, in Zusammenarbeit mit der Region Syddanmark auf die Beine zu stellen.“

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