Region Süddänemark

Zukunft der Region mitgestalten – Sprache als Geheimtipp

Zukunft der Region mitgestalten – Sprache als Geheimtipp

Zukunft der Region mitgestalten – Sprache als Geheimtipp

Vejle/Apenrade
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Gerret Liebig Schlaber, Maximilian Lehmann, Cassandra Friedrich, Britt Søndergaard, Rudolf Sender, Tom Eirik Köppe und Carsten Leth Schmidt waren in Vejle dabei. Foto: Ruth Candussi

Vertreter der Schleswigschen Partei und Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig waren bei der öffentlichen Anhörung der Entwicklungsstrategie der Region Syddanmark in Vejle.

Alle vier Jahre verfassen die Regionen in Dänemark ein wegweisendes Strategiepapier. Der Entwurf für die nächste Entwicklungsstrategie ist am Mittwoch in Vejle diskutiert worden. Bereits im Vorfeld fanden dazu verschiedene Workshops in unterschiedlichen Orten in Süddänemark statt, an denen Interessenvertreter teilnehmen konnten. Aus diesen Anmerkungen und Vorschlägen hat die Region ein vorläufiges Strategiepapier erarbeitet.

Zur Anhörung ist die Schleswigsche Partei (SP) mit Carsten Leth Schmidt und Ruth Candussi sowie mit Schülern des Wirtschafts- und Politikkurses des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig nach Vejle gefahren.

Sprache ist ein Geheimtipp, der wichtig für diese Region ist, insbesondere die Nachbarsprache Deutsch, die für die Verständigung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unabdingbar ist.

Carsten Leth Schmidt

Stephanie Lose, Regionsratsvorsitzende, hob bei ihrer Begrüßung die Schüler des deutschen Gymnasiums hervor, als sie sagte, dass sie als Schüler einer Einrichtung der deutschen Minderheit die Region zu etwas Besonderem machen. Das Deutsch-Dänische wurde nicht nur von ihr erwähnt, sondern auch von Søren Rasmussen, Vorsitzender des Ausschusses für Regionale Entwicklung, und Jørgen Bjelskou, Konzerndirektor für Regionale Entwicklung.

Sprache als Geheimtipp

Carsten Leth Schmidt, Vorsitzender der SP, merkte allerdings an, dass an keiner Stelle in der neuen Entwicklungsstrategie der Punkt Sprache zu finden sei. „Sprache ist ein Geheimtipp, der wichtig für diese Region ist, insbesondere die Nachbarsprache Deutsch, die für die Verständigung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unabdingbar ist. Eine gemeinsame Sprache macht den größten Unterschied, wenn man miteinander kommunizieren möchte“, meint Leth Schmidt. Der Parteivorsitzende nahm in Vejle auch an einer Podiumsdiskussion teil. Auf die Frage, was er sich zu den Feierlichkeiten zum Grenzjubiläum wünsche, antworte er: „Zweisprachige Ortsschilder“. Ob ihm dieser Wunsch erfüllt wird, wusste er nicht.

Im Bereich Mobilität hatte die Schleswigsche Partei auch einige Verbesserungsvorschläge. „Es wäre doch schön, wenn man ein Ticket von Kolding bis zum Kielerkanalen (Nord-Ostsee-Kanal) kaufen und mit diesem Ticket Zug, Bus und Taxi fahren könnte“, so Carsten Leth Schmidt.

Anmerkungen schriftlich einreichen

Die Schleswigsche Partei wird eine schriftliche Antwort auf die Entwicklungsstrategie formulieren, die Verbesserungen im Bereich deutsch-dänische Zusammenarbeit, Mobilität und Gesundheit umfassen. An dieser Arbeit beteiligen sich auch Gösta Toft, Spitzenkandidat der SP bei der letzten Regionswahl, sowie Kirsten Bachmann, SP Kommunalvertreterin in der Kommune Sonderburg. „Bereits bei der Gesundheitsabsprache der Region Süddänemark haben wir Anmerkungen eingereicht, als sich diese in der öffentlichen Anhörung befand. Unsere Verbesserungen wurden nachträglich bei der Gesundheitsabsprache eingearbeitet“, berichtet Ruth Candussi, Parteisekretärin der SP. „Wir hoffen, dass es auch bei der Entwicklungsstrategie wieder der Fall ist.“

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“