Wiedereröffnung

Regierung will Empfehlungen folgen

Regierung will Empfehlungen folgen

Regierung will Empfehlungen folgen

Walter Turnowsky/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Justizminister Nick Hækkerup (rechts) und Gesundheitsminister Magnus Heunicke verhandeln nun ausschließlich mit den Unterstützerparteien. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Die Verhandlungen zu einer Wiedereröffnung der Gesellschaft werden am Mittwoch fortgeführt. Das Ergebnis wird sich voraussichtlich eng an die Empfehlungen der Einsatzgruppe halten.

Am Mittwochmorgen ist es still auf Christiansborg. Zwar hat die Regierung um 8.30 Uhr die Verhandlungen mit den Unterstützerparteien wieder aufgenommen. Doch die Sitzung findet im virtuellen Raum statt.

Die Regierung hat bereits am Dienstag verdeutlicht, dass sie sich eng an die Empfehlungen ihrer Covid-Einsatzgruppe halten möchte.

Diese empfiehlt ab 1. März nur eine relativ begrenzte Öffnung: Kleine Läden sollen öffnen dürfen, Kulturinstitutionen im Freien können Besucher mit negativem Corona-Test empfangen, und Sport im Freien kann mit bis zu 20 Personen stattfinden.

Lediglich in Nordjütland, Westjütland und auf Bornholm soll es eine umfangreichere Öffnung geben, bei der auch Schulen weiter öffnen dürfen.

Nachschulen und Hochschulen

Die Sozialistische Volkspartei (SF) will bei den Verhandlungen versuchen zu erreichen, dass auf Kinder und Jugendliche mehr Rücksicht genommen wird.

„Wir machen uns Sorgen um ihr Wohlbefinden. Wir machen uns Sorgen darüber, dass sie erleben müssen, dass die Corona-Epidemie ihnen mehr oder weniger ein Jahr gestohlen hat. Das nehmen wir sehr ernst“, sagt SF-Chefin Pia Olsen Dyhr im Vorfeld der neuen Verhandlungsrunde.

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Bereits jetzt zeichnet sich deutlich ab, dass ab Montag in Nordschleswig ausschließlich kleinere Geschäfte und Kulturinstitutionen in Freien aufmachen dürfen. Sport im Freien kann mit bis zu 20 Personen stattfinden. In die Schulen dürfen weiterhin nur die Jahrgänge 0 bis 4. Friseure bleiben zu.

Die Regierung hat sehr deutlich gemacht, dass sie kein größeres Risiko eingehen möchte.

Ein Eingeständnis an SF und die Radikalen kann sein, dass man untersuchen wird, ob Hoch- und Nachschulen in den kommenden Wochen öffnen können.

Sie fordert einen stärkeren Einsatz für verwundbare Jugendliche und eine baldige Öffnung der Hoch- und Nachschulen. Sie räumt jedoch ein, dass Letzteres wohl kaum bereits am 1. März passieren wird.

Auch Radikale Venstre wollen durchrechnen lassen, was eine Öffnung der Hoch- und Nachschulen bedeuten würde. Auch hoffen sie, dass bald mehr Schüler in den Volksschulen erscheinen können. Die Radikalen-Chefin Sofie Carsten Nielsen erwartet ein Ergebnis, das weitgehend den Empfehlungen der Einsatzgruppe folgen wird.

Der blaue Block hat am Dienstagabend geschlossen die Verhandlungen verlassen. Er fordert eine weitergehende Öffnung und wirft der Regierung fehlende Verhandlungsbereitschaft vor.

Später am Mittwoch will die Regierung mitteilen, welche Restriktionen am 1. März fortgeführt und welche aufgehoben werden. Eine Uhrzeit ist bislang nicht bekannt.

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