Kultur

Folk-Baltica 2019: „Sturm und Stille“

Folk-Baltica 2019: „Sturm und Stille“

Folk-Baltica 2019: „Sturm und Stille“

Dänemark/Deutschland
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Der Schwede Erik Rydvall ist der Hauskünstler beim diesjährigen Folk-Baltica. Foto: folkBaltica/Elias Gammelgård

Das Folk-Baltica-Festival geht 2019 in die 15. Runde und feiert damit ein kleines Jubiläum. Dem Anlass entsprechend wurde ein Programm der ganz besonderen Art zusammengestellt.

FolkBaltica

Das Musikfestival FolkBaltica findet vom 18. bis 26. Mai im deutsch-dänischen Grenzland statt. Weitere Informationen hier.

Das Folk-Baltica findet vom 18. bis 26. Mai statt und steht in diesem Jahr im Zeichen der Gegensätze: „Sturm und Stille“, so lautet das Motto. Zwei Naturgewalten, die sowohl zum Leben als auch zur Musik gehören. Miteinander kombiniert schaffen sie eine Dynamik, die die Musik zu etwas so Besonderem macht. Überraschend, laut und leise, wie das Meer. In diesem Jahr wird das Programm des Festivals aus altbekannten Künstlern der vergangenen 14 Jahre, wie dem dänischen Pianisten Nikolaj Busk oder dem Vokalquartett „Kraja“ bestehen, darüber hinaus sollen auch neue Künstler wie die Deutsche Sarah Lesch das Publikum in ihre Musik eintauchen und es so den Einklang zweier Gegensätze spüren lassen.

Das diesjährige Motto des Festivals ist auf den gleichnamigen Roman des norddeutschen Autoren Jochen Missfeldt zurückzuführen. Eine Szene im Roman beschreibt die Vereinigung von Deutschen und Dänen im Grabe. Deutsche und Dänen vereinen, die Grenze überwinden und Zusammenhalt schaffen. Darum geht es unter anderem auch bei dem Festival, denn – so sehen es die Initiatoren – Musik kennt keine Grenzen.

Musik verbindet

„Es ist ein Festival im gesamten Grenzland, nicht nur an einem Ort. Wir schaffen eine Grenzüberschreitung und das nicht nur geografisch“, sagt der künstlerische Leiter des Festivals, Harald Haugaard. Grenzen überschreiten und zusammenfinden in der Musik, auch darum geht es beim Folk-Festival. „Besonders jetzt ist Zusammenhalt sehr wichtig“, meint Haugaard weiter und spielt auf die politischen Entwicklungen in Europa und auf die bevorstehenden Wahlen in Europa und Dänemark an. „Man muss der Abschottung entgegentreten.“

Musik verbindet und kennt keine Grenze, nach diesem Motto sind auch in diesem Jahr wieder die Veranstaltungsorte sowohl nördlich als auch südlich der Grenze gewählt: 30 Konzerte werden innerhalb von acht Tagen an 26 Spielstätten stattfinden. Allein in Flensburg werden es 12 Konzerte sein. In Nordschleswig unter anderem in Apenrade und in Sonderburg, wo, wie gewohnt, das Eröffnungskonzert im Alsion, unter der Leitung von Harald Haugaard, stattfinden wird.

Schulkonzerte in Husum und Apenrade

In Kooperation mit dem Sydslesvigsk Forening und dem Bund Deutscher Nordschleswiger werden auch in diesem Jahr wieder zwei Schulkonzerte für die Klassen eins bis drei stattfinden: eines in Husum und eines in Apenrade. Die Kinder erwartet ein fröhliches Konzert mit der Künstlerin Keike Faltings und dem Streichertrio „Fiolministeriet“ sowie einer Mischung aus traditioneller dänischer Musik und klassischen Klängen. Der Eintritt für diese Konzerte ist frei, allerdings gibt es nur ein begrenztes Kartenkontingent.

Torge Korff (l.) und Harald Haugaard gehören zum Folk-Baltica-Team Foto: Cornelius von Tiedemann

Darüber hinaus wird die deutsche Künstlerin Sara Lesch gleich mehrere Auftritte beim Festival haben: Neben ihrem Konzert in Flensburg und ihrem Gastauftritt beim Eröffnungskonzert wird sie auch im Haus Nordschleswig in Apenrade ihr Talent zum Besten geben. „Das wird ein Highlight-Konzert“, freut sich Torge Korff, erster Vorsitzender des gemeinnützigen folkBALTICA e.V. „Ihr Konzert im Haus Nordschleswig wird sehr besonders und intim“, ergänzt Harald Haugaard. Aktuell sind für das Konzert in Apenrade noch Tickets verfügbar, in Flensburg ist das Konzert bereits ausverkauft.

Musikerin Sarah Lesch ist zum ersten Mal beim Folk-Baltica dabei. Foto: folkBaltica/Marcus Mlynek

Wie in den vergangenen Jahren hat das Folk-Baltica auch in diesem Jahr wieder einen Hauskünstler: Erik Rydvall. Gemeinsam mit seiner Schlüsselfidel („Nyckelharpa“) will der schwedische Musiker sein Publikum insgesamt siebenmal verzaubern. Rydvall möchte das Maximum aus seinem Instrument herausholen. In Umeå in Nordschweden aufgewachsen, hat er Folkmusik im Blut und schafft auf seinem Instrument völlig neue Klänge. Er wird auch beim Abschlusskonzert am 26. Mai in Flensburg mitwirken, das das große Finale des Festivals sein wird.

Das Folk-Baltica verspricht auch in diesem Jahr wieder Großes. „Von Laut bis Leise, von Groß bis Klein ist alles dabei“, freut sich Harald Haugaard. Er, das gesamte Folk-Baltica-Team und die freiwilligen Helfer wollen vom 18. bis 26. Mai dafür sorgen, dass die Musik Menschen zusammenführt.

Weitere Konzerte in Nordschleswig:

In Lügumkloster (am 24. Mai Kraja mit Nikolaj Busk), in Gravenstein (am 25. Mai Lodestar Trio) und ein Singa-along im Foreningen Nygård bei Norburg (26. Mai).

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