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Coronavirus: Klimademonstrationen in ganz Dänemark abgesagt

Coronavirus: Klimademonstrationen in ganz Dänemark abgesagt

Coronavirus: Klimademonstrationen in ganz Dänemark abgesagt

dodo/kj
Kopenhagen/Apenrade
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DGN Schüler auf Klimademo
Am kommenden Freitag dürfen Schüler und Jugendliche nicht demonstrieren. Foto: Lana Riedel

Am kommenden Freitag wollten mindestens 10.000 junge Menschen in Dänemark in 16 Städten für das Klima auf die Straße gehen. Auch die Demonstration in Apenrade wurde abgesagt.

Nun hat es auch die Klimakämpfer getroffen: Aufgrund der Ausbreitungsgefahr des Coronavirus wurden alle Klimademonstrationen in Dänemark abgesagt.

Das gaben die Organisationen der „Fridays-For-Future-Bewegung“ am Sonnabend in einer Pressemitteilung bekannt.

Am kommenden Freitag, den 13. März, wollten bis zu 10.000 junge Menschen in 16 dänischen Städten, darunter Kopenhagen, Odense, Aalborg und Aarhus, für das Klima demonstrieren.

Behörde empfiehlt: Veranstaltung absagen

Am Freitag hatte die dänische Gesundheitsbehörde die Empfehlung herausgegeben, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern in Dänemark abgesagt werden sollten.

Dieser Empfehlung sind bereits viele Veranstaltungen nachgekommen. Unter anderem sagte der Kommunalverband Kommunernes Landsforening sein Spitzentreffen am Monatsende ab und Fußballspiele der Superliga finden vorerst ohne Zuschauer statt.

„Wir befinden uns in einer Krisensituation und jede Sekunde zählt. Daher ist es natürlich sehr bedauerlich, dass wir den Klimastreik absagen müssen. Gerade jetzt sind Klimaschutzmaßnahmen erforderlich“, so Sasha Søndergaard-Hearn, Koordinatoren von Fridays For Future, in einer Pressemitteilung.

Die nächste geplante Klimademonstration soll dann am 24. April stattfinden.

Keine Demonstration in Apenrade

Auch die Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) wollten am Freitag für das Klima auf die Straße gehen. Allerdings haben sie sich nun dagegen entschieden. „Wir haben uns dafür entschieden, unsere Demonstration abzusagen. So zeigen wir unseren Zusammenhalt mit der nationalen Fridays-For-Future-Bewegung“, erklärt Anne Matzka, Organisatorin von Fridays for Future am DGN. „Außerdem wollen wir uns nicht nachsagen lassen, dass wir unvernünftig sind, wenn wir dennoch auf die Straße gegangen wären.“

Die Schülerin bedauert, dass die Demonstration nicht stattfinden kann, doch bis Freitag wollen sich die Schüler eine andere Möglichkeit überlegen, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. „Wir denken zum Beispiel über eine virtuelle Demonstration mit einem Video bei Facebook nach“, so Matzka.

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