Lebensstil

Ältere Menschen wohnen länger in den eigenen vier Wänden

Ältere Menschen wohnen länger in den eigenen vier Wänden

Ältere Menschen wohnen länger in den eigenen vier Wänden

Nordschleswig
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Weniger ältere Mitbürger ziehen heutzutage in eine Pflege- oder Altenwohnung im Vergleich zu vor zehn Jahren. Foto: Estate

Dänen über 75 Jahre bleiben länger in der eigenen Wohnung wohnen, bis sie beispielsweise in eine Pflege- oder Altenwohnung ziehen, wie Zahlen der dänischen Statistikbehörde zeigen. Die Entwicklung kann auf die politische Zielsetzung, Ältere im eigenen Zuhause selbstständiger zu machen, zurückzuführen sein.

Die Zahl älterer Menschen über 75 Jahre, die aus den eigenen vier Wänden in eine Pflege- oder Altenwohnung ziehen, ist von 58.000 Personen im Jahr 2010 auf 52.700 Personen im vergangenen Jahr gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 9 Prozent, wie eine Erhebung der dänischen Statistikbehörde, „Danmarks Statistik“, zeigt. Der Rückgang geschieht gleichzeitig mit einer Zunahme der Anzahl an Personen über 75 Jahren um 34 Prozent.

Kommunaler Einsatz entscheidend

Alexander Falck Winther, Presseverantwortlicher bei „Estate“, zufolge kann die Entwicklung durch den politischen Kurs in Dänemark begünstigt worden sein.

„Ein Rückgang um 9 Prozent ist eine verhältnismäßig hohe Veränderung innerhalb nur eines Jahrzehnts. Mehrere Faktoren können die Entwicklung beeinflussen – aber vor allem der laufende kommunale Einsatz, ältere Mitbürger zu unterstützen, um länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können, kann eine Rolle spielen“, sagt Alexander Falck Winther.

Nachhaltigste Veränderung unter den Ältesten

Besonders der Anteil von Personen über 90 Jahre, die in einer Pflege- oder Altenwohnung leben, ist markant zurückgegangen. 42 Prozent dieser Altersgruppe wohnten 2010 in einer Pflege- oder Altenwohnung, während dieser Anteil im Jahr 2020 nur noch bei 34 Prozent lag. Dies entspricht einem Rückgang um 19 Prozent.

„Viele ältere Menschen legen Wert auf ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause, solange dies möglich ist. Die laufende Entwicklung smarter Wohlfahrtstechnik, der den Älteren ein größeres Maß an Selbsthilfe ermöglicht, stärkt genau dafür die Möglichkeiten. Das spiegelt sich jetzt in den Statistiken wider“, sagt Alexander Falck Winther.

Gleichzeitig schätzt „Estate“, dass heutzutage immer mehr ältere Mitbürger überlegen, in eine kleinere eigene Wohnung zu ziehen, bevor sie sich für eine Pflege- oder Altenwohnung für die letzten Lebensjahre entscheiden.

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