Vereinssport

Zu wenige Oldboys – Trainingszeit an anderen Verein vergeben

Zu wenige Oldboys – Trainingszeit an anderen Verein vergeben

Zu wenige Oldboys – Trainingszeit an anderen Verein vergeben

Apenrade/Aabenraa
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Die Trikots der Oldboys werden vorerst nicht gebraucht. Foto: Archiv

Es seien zu wenig Spieler, begründet die Hallenleitung.

„Es ärgert mich doch“, sagt Gösta Toft, Vorsitzender des MTV Apenrade und passionierter Handballspieler bei den „Oldboys“ des Sportvereins.

Die acht „Oldboys“-Handballer trainieren seit sieben Jahren in der Arena Aabenraa, „immer donnerstags“, wie Toft berichtet. Damit ist nun Schluss. Die Handballer können die zugewiesene Halle nicht mehr nutzen, weil „wir nicht genügend Leute sind“, so der „Oldboys“-Spieler. Mit dieser Begründung von der Leitung der Arena Aabenraa ist ihnen die Hallenzeit entzogen und einem anderen großen lokalen Verein zugewiesen worden.

Ich stelle mir jetzt die Frage, ob Sport nur in großen Vereinen möglich ist und nicht mehr in den kleinen Breitensportvereinen wie dem MTV.

Gösta Toft, Vorsitzender MTV Apenrade

„Und das kann eigentlich nicht sein. Ich stelle mir jetzt die Frage, ob Sport nur in großen Vereinen möglich ist und nicht mehr in den kleinen Breitensportvereinen wie dem MTV“, so Gösta Toft. „Ein wenig ist es für mich nachvollziehbar, den begrenzten Hallenplatz lieber mehr Nutzern zur Verfügung zu stellen. Doch wo bleiben dann die kleinen Vereine?“, fragt Toft.

MTV-Lösung war gefunden

Dabei hatte der MTV Apenrade schon eine Lösung gefunden – mit dem MTV als Nutznießer. „Unsere Floorball-Sparte mit fast 20 Mitgliedern muss an einem Trainingstag in die Kongehøjskole ausweichen. Sie hätten die Zeit, die für uns ,Oldboys‘ reserviert war, gerne übernommen“, berichtet der MTV-Vorsitzende. Doch die Hallenzeit der „Oldboys“ war von der Hallenleitung schon an den Apenrader Sportverein „AaBK“ (Aabenraa Bold Klub) vergeben worden.

Da es derzeit keinen Leiter bei der Arena Aabenraa gibt, gab es vonseiten der Sportstätte keinen Kommentar.

Ein Lichtblick

Toft ist nicht nur verärgert, sondern auch enttäuscht: „Seit Jahren haben wir mit der Arena Aabenraa zusammengearbeitet und haben uns als vertrauenswürdiger Partner gezeigt – und nun das.“

Allerdings gebe es einen Lichtblick, so Toft. „Wir freuen uns, dass die Sporthalle am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig bald fertig ist und wir dann dort trainieren können. Das kommt zum richtigen Zeitpunkt.“

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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